Das Klinikum Saarbrücken hat bereits im Jahr 2017 die erste Frauenmilchbank im Saarland eröffnet. Dies war ein wichtiger Meilenstein für die Versorgung von Früh- und kranken Neugeborenen. Dieses Angebot wurde durch die spendenfinanzierte Unterstützung des Fördervereins Känguruh Kinder e. V. möglich, der sich seit vielen Jahren für die Jüngsten auf der Intensivstation engagiert.
Seitdem können Früh- und kranke Neugeborene mit sicher aufbereiteter Spenderinnenmilch versorgt werden, wenn keine oder zu wenig Muttermilch zur Verfügung steht. Bereits vor der Gründung der Frauenmilchbank waren 1:1-Spenden für einzelne Kinder möglich.
Frauenmilch ist die natürliche Nahrung für Säuglinge, da sie exakt auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Sie liefert nicht nur Nährstoffe wie Eiweiß, Laktose und Fett, sondern auch wertvolle Abwehrstoffe, Wachstumshormone und zahlreiche lebende Zellen.
Industriell hergestellte Säuglingsnahrung basiert dagegen meist auf Kuhmilch und wird so angepasst, dass sie für Babys geeignet ist. Immunstoffe oder lebende Zellen enthält sie jedoch nicht. Für Frühgeborene ist Frauenmilch deshalb weit mehr als nur Nahrung: Sie wirkt wie Medizin, unterstützt den noch nicht vollständig entwickelten Darm, schützt vor Infektionen und senkt nachweislich das Risiko schwerer Komplikationen.
Die Frauenmilchbank auf dem Winterberg trägt dazu bei, diese besondere Ressource sicher für die Kleinsten verfügbar zu machen und so für einen bestmöglichen Start ins Leben zu sorgen.

Dank der Frauenmilchspenden können zu früh geborene Kinder im Klinikum Saarbrücken mit wertvoller Frauenmilch versorgt werden, wenn zu wenig oder keine Muttermilch zur Verfügung steht.
Frauenmilch ist die natürliche und optimal abgestimmte Ernährung für Säuglinge. Sie liefert alle wichtigen Nährstoffe, die ein Baby für gesundes Wachstum braucht, darunter Eiweiß, Laktose, Fett sowie wertvolle Abwehrstoffe, Wachstumshormone und zahlreiche lebende Zellen. Diese einzigartigen Bestandteile stärken das Immunsystem und unterstützen die Entwicklung von Neugeborenen auf natürliche Weise.
Industriell hergestellte Säuglingsnahrung basiert meist auf Kuhmilch und wird so angepasst, dass sie für Babys geeignet ist. Im Gegensatz zu Frauenmilch enthält sie jedoch keine Immunstoffe und keine lebenden Zellen, die für Frühgeborene besonders wichtig sind.
Für Frühgeborene wirkt Frauenmilch wie Medizin: Sie unterstützt den unreifen Darm bei der Verdauung, schützt vor Infektionen und senkt nachweislich das Risiko schwerer Komplikationen.
Grundsätzlich profitieren alle Kinder in vielerlei Hinsicht von Frauenmilch, für die Kleinsten ist sie jedoch am wichtigsten. Dank unserer Frauenmilchbank können seit vielen Jahren alle Kinder mit einem Gewicht unter 1500 Gramm mit Spendermilch versorgt werden. Selbstverständlich nur, wenn die Eltern es wünschen und nur solange sie benötigt wird.
Frauenmilch wird bei uns nicht automatisch verabreicht, die Zustimmung der Eltern ist immer Voraussetzung. In der Regel sprechen wir dieses Thema, sofern möglich, bereits vor der Geburt mit den Eltern durch. Um die verfügbare Spenderinnenmilch verantwortungsvoll einzusetzen, nutzen wir ein Ampelsystem: Je nach Füllstand der Frauenmilchbank wird die Milch priorisiert ausgegeben.
Damit die Spenderinnenmilch sicher ist, wird jede Spenderin umfassend untersucht. Auch die abgepumpte Milch selbst durchläuft ein festes Untersuchungs‑ und Kontrollschema. Anschließend wird sie pasteurisiert, bevor sie an Früh- oder kranke Neugeborene verabreicht wird.





Frauen können Frauenmilch spenden, wenn sie mehr Milch produzieren, als ihr eigenes Kind benötigt. Voraussetzung ist außerdem, dass die Spenderin gesund ist und die medizinischen Untersuchungen sowie das Screening der Frauenmilchbank erfolgreich durchlaufen hat.
Die Spenderin muss gesund sein und darf keine Infektionskrankheiten haben. Ein Anamnesegespräch und eine Blutentnahme sind erforderlich.
Die Spendermilch muss hygienisch mit einer elektrischen Milchpumpe gewonnen werden. Ein entsprechendes Rezept stellen Fachärzte- und ärztinnen aus, und geeignete Pumpen können in der Apotheke ausgeliehen werden. Die passenden Flaschen stellt die Frauenmilchbank zur Verfügung.
Die Milch wird zu Hause eingefroren und bei mindestens –18 °C gelagert. Anschließend bringen die Spenderinnen die Milch gut gekühlt in die Klinik.
Alle Schritte, Anforderungen und Abläufe werden in einem ausführlichen persönlichen Gespräch erklärt.
Bei Langzeitspenderinnen sollten idealerweise etwa 700 ml pro Woche abgegeben werden. Das entspricht rund 100 ml täglichem Milchüberschuss.
Nein, für die Spenden können wir leider keine Aufwandsentschädigung auszahlen.
Die Dauer der Spendetätigkeit ist individuell unterschiedlich. Wir analysieren regelmäßig die Inhaltsstoffe der gespendeten Milch und sehen dadurch, wann sich die Zusammensetzung verändert.
Eingefrorene Frauenmilch ist sechs Monate haltbar.
Bitte senden Sie eine E-Mail an:
stillen@klinikum-saarbruecken.de