Onkologie im MVZ Klinikum Saarbrücken

Im MVZ Klinikum Saarbrücken mit seiner Sparte Onkologie betreuen wir Patientinnen und Patienten mit hämatologischen und onkologischen Krankheitsbildern. Vom Erstgespräch mit der umfassenden Aufarbeitung der bisherigen Krankengeschichte über die Untersuchung und Erstellung eines individuell auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplans bis hin zur Durchführung einer onkologischen Therapie – unser Team im MVZ ist bei all diesen Schritten an Ihrer Seite.

Unser Fokus im MVZ Onkologie liegt in der ambulanten Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird aber auch durch die Kooperation mit dem stationären Bereich in der Sektion Onkologie im Klinikum Saarbrücken, den DKG-zertifizierten Zentren sowie durch gemeinsame Tumorkonferenzen gelebt.

Spezielle diagnostische Maßnahmen

Viele Verfahren zur Diagnostik und Therapiekontrolle werden vom MVZ Klinikum Saarbrücken - Onkologie in Zusammenarbeit mit anderen spezialisierten Kollegen und Fachdisziplinen durchgeführt. Einige spezielle Untersuchungstechniken werden aber auch von uns selbst angewendet.

Die körperliche Untersuchung, Blutentnahmen und Ultraschall kennt vermutlich fast jeder Patient / fast jede Patientin aus der hausärztlichen Praxis. Zusätzlich dazu kann es sein, dass eine Punktion, z.B. von Knochenmark, eines Tumors oder Lymphknotens oder der Leber erfolgen soll.

Hinweise zur Diagnostik

Zur genaueren Untersuchung der Blutbildung oder des Immunsystems kann eine Knochenmarkuntersuchung (nicht zu verwechseln mit einer Punktion von Hirnwasser/Liquor) erforderlich sein.

Dazu wird am Beckenkamm oberhalb des Gesäßes - ca. eine Handbreit neben der Wirbelsäule - eine ausreichende lokale Betäubung gespritzt und anschließend mit einer ca. 1 Millimeter durchmessenden Nadel ein kleiner Knochenspan und Knochanmarkblut entnommen.

Dieser Vorgang dauert ca. 10 Minuten (gemessen ab der Betäubungsspritze). Das Knochenmark wird anschließend gefärbt und mikroskopisch ausgewertet. Übrigens bildet der Körper das entnommene Material umgehend nach.

Ziel der Maßnahme ist, Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung zu gewinnen. Nach entsprechender Betäubung wird mit einer dünnen Nadel entweder ein kleiner Zylinder entnommen, oder es werden einzelne Zellen mit einer Spritze angesaugt.

Diese Eingriffe sind fast völlig schmerzfrei und in der Regel in wenigen Minuten durchgeführt.

Zur Abklärung einer möglichen Mitbeteiligung der Brusthöhle oder des Bauchraumes – oder zur Linderung von Beschwerden durch Flüssigkeitsansammlungen – kann die Entnahme von Flüssigkeit aus dem Rippenfellraum (Pleura) oder der Bauchhöhle (Aszites) erforderlich sein.

Nach örtlicher Betäubung wird unter Ultraschallkontrolle eine dünne Hohlnadel eingeführt und eine geringe Menge Flüssigkeit für Laboruntersuchungen entnommen; bei ausgeprägter Ansammlung kann zusätzlich eine größere Menge abgelassen werden, um Atemnot oder Druckbeschwerden zu vermindern.

Der Eingriff zur Anlage dauert meist nur wenige Minuten. Wird eine Entlastung vorgenommen, rechnen wir mit 30 bis 60 Minuten zusätzlicher Zeit unter entsprechender Überwachung. Hierbei erfolgt die Kontrolle des Kreislaufes und die Sicherstellung, dass keine Blutung oder Luftansammlung entsteht. Die entnommene Flüssigkeit wird durch spezialisierte Labore untersucht, um Entzündungen, Infektionen oder tumorbedingte Ursachen zuverlässig abzuklären.

Therapieverfahren

Im täglichen Sprachgebrauch wird gerne von "Chemo(therapie)" gesprochen, wenn es um die Behandlungen geht. Tatsächlich machen aber andere Verfahren inzwischen mehr als die Hälfte der Behandlungstermine bei uns aus.

Die Chemotherapie mit die älteste Möglichkeit, um bösartige Erkrankungen zu behandeln - als Infusion, Spritze oder auch Tablette verabreichte Substanzen die mittels chemische Synthese, biotechnologischer Erstellung oder Aufbereitung aus Naturstoffen hergestellt werden.

Haarausfall und Übelkeit waren früher die meist gefürchteten Nebenwirkungen; Haarausfall kommt heute noch in Teilen der Behandlung vor, Übelkeit kann seit vielen Jahren sehr gut im Vorfeld vorbeugend behandelt werden.

...über biotechnologische Verfahren hergestellt Eiweißstoffe (in Form menschlicher Antikörper), als Infusion oder Spritze unter die Haut gegeben. Durch gezielte Beeinflussung einer für die bösartige Krankheit zentralen Funktion werden Krebszellen geschädigt oder im Wachstum behindert.

...funktionieren ähnlich wie zuvor, doch führt hier der Antikörper ein hochwirksames Giftmolekül an den Krebs. Dort ist die Wirkung immens, der Patientenorganismus wird aber weitaus weniger belastet als bei der klassischen Chemotherapie.

...nehmen seit 20 Jahren einen immer breiteren Raum ein. Gezielt am Computer entwickelte Moleküle werden meist als Tablette gegeben und blockieren sehr genau (daher der Name "zielgerichtet") für die Krebserkrankung überlebenswichtige Funktionen.

Vor dem Einsatz ist oftmals eine genaue Untersuchung des Krebserkrankung auf das Vorliegen von Veränderungen nötig (Molekularpathologie/Mutationsanalyse). Im Gegensatz zu den vorig beschriebenen Verfahren ist hier zumeist eine dauerhafte Einnahme ohne vorher festlegbare zeitliche Befristung nötig.

...sind unterstützende Verfahren, um von der Erkrankung befallenen oder bedrohten Knochen zu schützen, die Gabe erfolgt monatlich bis jährlich.  Vor der ersten Anwendung ist eine zahnärztliche Untersuchung nötig.

...bei schwerer, anderweitig nicht behandelbarer Blutarmut oder bei einer vorübergehenden, erheblichen Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten) können von freiwilligen Spendern gewonnene Konzentrate von roten Blutkörperchen oder Blutplättchen als Infusion gegeben werden.

...dienen der Behandlung von schweren, lebensbedrohlichen Schwächen des Immunsystems als Infusion (ggf. auch als Spritze unter die Haut).

Die Abwehr-Eiweiße werden aus Spenderblut gewonnen und es bedarf der regelmäßigen, andauernden Gabe (alle sieben Tage bis sechs Wochen).

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Mail: Onkologie-mvzthou-shalt-not-spamklinikum-saarbruecken.de


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