Eröffnungsveranstaltung des Zentrums für Innere Medizin (ZIM)

Pressemitteilung /

Gemeinsam setzen vier Chefärzte ein starkes Signal für moderne, vernetzte Medizin auf dem Winterberg.

Mit der Eröffnung des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) setzt das Klinikum Saarbrücken ein deutliches Zeichen für eine moderne, interdisziplinär vernetzte Medizin. Vor einem großen Fachpublikum präsentierten die vier Chefärzte die Schwerpunkte des neuen Zentrums und zeigten, wie gebündelte Expertise, strukturierter Austausch und gemeinsame Prozesse die Patientenversorgung nachhaltig stärken.

Rund 130 Gäste folgten der Einladung von Zentrumsdirektor Prof. Dr. Florian Custodis, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie, sowie den drei weiteren Chefärzten des ZIM: Dr. Klaus Radecke (Gastroenterologie, Hepatologie & interventionelle Endoskopie), Felix Stöckle (Pneumologie) und Gregg Frost (Onkologie).

Das große Interesse aus unterschiedlichsten Fachdisziplinen unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung des neuen Zentrums – sowohl für das Klinikum als auch für die regionale Versorgung.

„Zentren sind längst mehr als ein Trend. Medizin wird komplexer, die Spezialisierung nimmt zu, und durch die Bündelung von Expertise lassen sich Qualität, Effizienz und Patientensicherheit verbessern“, betonte Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor Dr. Christian Braun in seinen Eröffnungsworten.

Interdisziplinarität als Kernidee

Prof. Florian Custodis machte deutlich, warum das ZIM gerade jetzt notwendig ist: Die zunehmende Spezialisierung führt zu Fragmentierung – und genau hier setzt das Zentrum an. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, den Austausch zu strukturieren und Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Das ZIM versteht sich bewusst als lebendiges Projekt, das wächst und sich weiterentwickelt. Dazu gehört auch ein Weiterbildungskonzept für Assistenzärztinnen und -ärzte, das durch Rotation eine integrierte, umfassende internistische Ausbildung ermöglicht.

Medizinische Einblicke aus den Fachbereichen

In kurzweiligen, 15‑minütigen „Updates“ gaben die vier Chefärzte einen lebendigen Einblick in die Arbeit des Zentrums und zeigten, welche Entwicklungen die Innere Medizin aktuell prägen – und wie das ZIM diese Themen künftig gemeinsam vorantreiben will.
Dr. Klaus Radecke stellte aktuelle epidemiologische Trends sowie diagnostische Fortschritte vor. Moderne Bildgebung und strukturierte Diagnostik können heute entscheidend dazu beitragen, Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit im ZIM erleichtert es, neue Erkenntnisse schnell in die Versorgung zu integrieren.

Felix Stöckle blickte auf die Gründung seiner Disziplin im Jahr 2022 zurück und erläuterte das Lungenkrebsscreening, das seit dem 1. April 2026 als Früherkennungsleistung anerkannt ist. Studien zeigen, dass Lungenkrebs so bereits in sehr frühen, gut behandelbaren Stadien entdeckt werden kann. Besonders hob der Chefarzt der Klinik für Pneumologie das neu gegründete Lungenkrebszentrum Saar hervor, das das Klinikum Saarbrücken gemeinsam mit der SHG Völklingen betreibt – ein starkes, sektorenübergreifendes Netzwerk für eine wohnortnahe Versorgung.

Gregg Frost stellte die Bandbreite der onkologischen Versorgung vor: Sechs Tumorboards pro Woche, Palliativkonsile, Ernährungsberatung, Tumordokumentation sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und der Saarländischen Krebsgesellschaft. Der Onkologie-Chefarzt berichtete zudem über moderne molekulare Diagnostik und zielgerichtete Therapien wie EGFR-Inhibitoren. Diese verlängern nicht nur das Leben vieler Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs, sondern verbessern dank guter Verträglichkeit auch deren Lebensqualität deutlich.

Zentrumsdirektor Prof. Florian Custodis ergänzte die Perspektiven seiner Kollegen um Einblicke in die moderne Kardiologie. Er zeigte auf, wie interventionelle Klappentherapien die Lebensqualität vieler Patientinnen und Patienten verbessern können, ohne andere Organsysteme unnötig zu belasten. Bei Krankheitsbildern wie Lungenembolie oder sekundärer Mitralinsuffizienz ermöglichen klar definierte Leitlinienpfade inzwischen präzisere Entscheidungen und somit bessere Behandlungsergebnisse. Das ZIM bietet hierfür den idealen Rahmen, da sich komplexe kardiologische Fragestellungen häufig an den Schnittstellen zu anderen internistischen Disziplinen bewegen.

Ein Abend der Wertschätzung

Zu den Gästen zählte auch Prof. Dr. Daniel Grandt. Der ehemalige Winterberg-Chefarzt gilt als einer der Gründerväter des Zentrums. Durch sein Engagement und seine Impulse hat er dessen Entwicklung maßgeblich geprägt.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele Gäste die Gelegenheit zu einem kollegialen Austausch in bester Stimmung. Bei einer kleinen Stärkung wurden Gespräche vertieft, neue Kontakte geknüpft und gemeinsame Ideen weitergedacht – ein Ausklang, der den Geist des neuen Zentrums eindrucksvoll widerspiegelte.

Mit der Eröffnung des ZIM setzt das Klinikum Saarbrücken ein klares Zukunftssignal für eine Medizin, die vernetzt denkt, spezialisiert arbeitet und gemeinsam das Beste für die Patientinnen und Patienten erreicht.

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Collage aus drei Bildern von der Eröffnungsfeier des ZIM im Casino auf dem Winterberg.

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