Das standortübergreifende Lungenkrebszentrum Saar, ein Zusammenschluss der SHG-Kliniken Völklingen und des Klinikums Saarbrücken – Der Winterberg, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nach einem umfassenden Audit durch externe Fachexperten der OnkoZert GmbH im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) wurde das Zentrum erfolgreich zertifiziert.
Im Rahmen einer zweitägigen Vor-Ort-Prüfung bewerteten die Auditoren die standortübergreifenden Strukturen und Abläufe sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit beider Kliniken. Das Audit erfolgte im Zuge der Erweiterung des bereits DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrums der SHG-Kliniken Völklingen zu einem gemeinsamen Zentrum mit dem Klinikum Saarbrücken.
Gebündelte Expertise für eine hochwertige und wohnortnahe Versorgung
Die erfolgreiche Zertifizierung bestätigt die hohe Qualität der Zusammenarbeit beider Häuser. Durch die Bündelung ihrer medizinischen Expertise schaffen die SHG-Kliniken Völklingen und das Klinikum Saarbrücken die Voraussetzungen für eine umfassende, interdisziplinäre und qualitätsgesicherte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs auf höchstem medizinischem Niveau.
„Die Zertifizierung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Gemeinsam mit unseren Partnern in Völklingen haben wir leistungsfähige, standortübergreifende Strukturen geschaffen, die eine schnelle Diagnostik, individuelle Therapieentscheidungen und eine umfassende Betreuung unserer Patientinnen und Patienten ermöglichen. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Menschen mit Lungenkrebs im Saarland nachhaltig weiterzuentwickeln und wohnortnah Spitzenmedizin anzubieten“, sagt Felix Stöckle, Leiter Lungenkrebszentrum Saar am Standort Saarbrücken.
Für die Menschen im Saarland bedeutet die Zertifizierung den Zugang zu einer Behandlung nach den hohen Qualitätsstandards der Deutschen Krebsgesellschaft. Gleichzeitig profitieren die Betroffenen von einer wohnortnahen Versorgung und kurzen Wegen innerhalb eines leistungsfähigen regionalen Netzwerks.
Bereits bei einem Verdacht auf Lungenkrebs sind eine zügige Diagnostik und eine eng abgestimmte Therapieplanung entscheidend. Bestätigt sich der Verdacht durch weiterführende Untersuchungen, erfolgt die Betreuung im Lungenkrebszentrum Saar. Dort koordiniert ein erfahrenes interdisziplinäres Team die diagnostischen und therapeutischen Schritte – von der weiterführenden Abklärung über die individuelle Therapieplanung bis hin zur Nachsorge.
Moderne Diagnostik und individuelle Therapieplanung
Für die Diagnostik stehen an den beteiligten Standorten moderne Verfahren zur Verfügung, darunter hochauflösende bildgebende Untersuchungen sowie endobronchiale Ultraschallverfahren (EBUS) zur präzisen Beurteilung der Tumorausbreitung. Perspektivisch wird das diagnostische Spektrum durch navigationsgestützte Verfahren zur gezielten Gewebeentnahme weiter ausgebaut werden.
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Zentrums sind die gemeinsamen interdisziplinären Tumorkonferenzen. Hier beraten Pneumologen, Thoraxchirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen und weitere Fachdisziplinen gemeinsam über die individuell beste Behandlungsstrategie für jede Patientin und jeden Patienten.
„Eine standortübergreifende Zusammenarbeit dieser Art lebt vom Engagement und vom Vertrauen aller Beteiligten. Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen mit Lungenkrebs eine hochwertige und individuell abgestimmte Versorgung zu bieten. Dass wir unsere medizinischen Kompetenzen bündeln, stärkt die onkologische Versorgung im gesamten Saarland und schafft einen echten Mehrwert für die Betroffenen“, erklärt Dr. med. Klaus Urbschat, Standortverantwortlicher des Lungenkrebszentrums Saar an den SHG-Kliniken Völklingen.
Auch im operativen Bereich profitieren Betroffene von modernen minimalinvasiven Verfahren einschließlich roboterassistierter Thoraxchirurgie. Diese ermöglichen hochpräzise Eingriffe bei gleichzeitig geringerer Belastung und häufig schnellerer Erholung nach der Operation.
Früherkennung als wichtiger Baustein der Versorgung
Ein weiterer Schwerpunkt des Lungenkrebszentrums Saar ist die enge Anbindung an die neu etablierte Lungenkrebs-Früherkennung. Ziel ist es, Risikopatientinnen und Risikopatienten einen möglichst einfachen Zugang zur Früherkennung zu ermöglichen und verdächtige Befunde frühzeitig einer spezialisierten Abklärung zuzuführen.
Hierzu arbeitet das Zentrum eng mit Hausärzten und niedergelassenen Radiologen zusammen. Aktuell wird die Früherkennung an drei Standorten angeboten; perspektivisch soll das Netzwerk auf insgesamt sechs Standorte im Saarland ausgebaut werden. Dadurch erhalten Menschen im gesamten Bundesland einen wohnortnahen Zugang zur Lungenkrebs-Früherkennung. Auffällige Befunde können ohne Zeitverlust in die spezialisierten Strukturen des zertifizierten Lungenkrebszentrums Saar überführt werden.
Gemeinsam für eine starke Krebsversorgung im Saarland
Mit dem standortübergreifenden Lungenkrebszentrum bündeln die SHG-Kliniken Völklingen und das Klinikum Saarbrücken ihre medizinischen Kompetenzen und stärken gemeinsam die spezialisierte Krebsversorgung im Saarland. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten eine qualitätsgesicherte, interdisziplinäre und wohnortnahe Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Standards zu ermöglichen.
Die erfolgreiche Zertifizierung unterstreicht den Anspruch beider Einrichtungen, diagnostische, therapeutische und wissenschaftliche Expertise in einem gemeinsamen Netzwerk zu vereinen und die Versorgung von Menschen mit Lungenkrebs im Saarland nachhaltig weiterzuentwickeln.
Veranstaltungshinweis
Welche Personengruppen profitieren vom neuen Lungenkrebs-Screening? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und wie läuft die Untersuchung ab? Was passiert, wenn ein auffälliger Befund festgestellt wird? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Interessierte beim Infotag „Lungenkrebs-Früherkennung für Menschen mit erhöhtem Risiko“ am Mittwoch, 2. Dezember 2026, um 18 Uhr im Kongresszentrum der SHG-Kliniken Völklingen.
Expertinnen und Experten des Lungenkrebszentrums Saar informieren über das neue Früherkennungsangebot, erläutern die Voraussetzungen für die Teilnahme und geben Einblicke in den Ablauf der Untersuchung sowie die weiteren Schritte bei einem auffälligen Befund. Die Besucherinnen und Besucher haben dabei Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Fachleute zu richten.
Anmeldung bis zum 27. November 2026: Telefonisch unter +49 (0) 6898 / 12-1127 oder per E-Mail an s.jankowskythou-shalt-not-spamvk.shg-kliniken.de



