Neurovaskuläres Zentrum

Im aktuellen Krankenhausplan des Saarlandes wurde das Klinikum Saarbrücken als eines von nur zwei Neurovaskulären Zentren (NVZ) im Saarland ausgewiesen. In diesem Zentrum werden alle neurovaskulären Behandlungsverfahren sowohl elektiv, aber auch insbesondere im Notfall 365Tage und 24h am Tag durchgeführt. Hierbei steht die Behandlung von Patienten mit Schlaganfall, Hirnblutung, von Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder aber mit Verengungen (Stenose) der Hals- und Hirnschlagadern im Vordergrund. Neben der Neurologie, der Neurochirurgie und der Gefässchirurgie ist auch die Neuroradiologie mit ihren katheterbasierten neurointerventionellen Eingriffen ein wichtiger Bestandteil der interdisziplinären Versorgung im NVZ. In das NVZ am Klinikum Saarbrücken kommen auch zahlreiche Patienten aus umliegenden Krankenhäusern. Somit ist das NVZ ein überregionaler Partner für viele Zuweiser.

Rund 80 Prozent aller Schlaganfälle werden durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein hirnversorgendes Blutgefäß verschließt. Gab es früher nur die Möglichkeit, die Gerinnsel medikamentös aufzulösen, können sie heute in ausgewählten Fällen in spezialisierten Zentren wie dem Klinikum Saarbrücken  mittels eines Katheters mechanisch entfernt werden. Die Erfolgsraten liegen bei bis zu 90 Prozent. Die endovaskuläre Methode nimmt eine zunehmende Rolle in der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ein. So werden im neurovaskulären Zentrum des Klinikums Saarbrücken im Jahr über 1.000 Schlaganfallpatienten aller Schweregrade aus einem überregionalen Einzugsgebiet an 365 Tagen rund um die Uhr versorgt.  
Das Neurovaskuläre Zentrum des Klinikums ist Kooperationspartner von fünf weiteren regionalen Stroke-Units im Saarland. Standardisierte Strukturen und Prozesse sichern dabei eine bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung von Schlaganfallpatienten, stationär und ambulant.