Klimafreundliche Narkose: SR-Team drehte im Winterberg-OP

Pressemitteilung /

Fernsehbeitrag beleuchtet unter anderem die Umrüstung der Narkosegeräte im Klinikum Saarbrücken.

Hautnah dabei und mittedrin im Geschehen: Ein dreiköpfiges Fernsehteam des Saarländischen Rundfunks durfte sich am Montag ganz genau im OP auf dem Winterberg umsehen. Für das Magazin „Wir im Saarland“ drehten die Journalisten Material zum Thema „Klimaschädliche Narkosegase“. In diesem Zusammenhang beleuchteten sie die Entwicklung auf dem Winterberg: Das Klinikum Saarbrücken ist nämlich das erste und bisher einzige Krankenhaus im Saarland, das seine Narkosegeräte so umgerüstet hat, dass die Gase von nun an nicht mehr in die Außenluft gelangen, sondern recycelt werden. Der SR-Beitrag wird am kommenden Donnerstag, 12. Januar, um 18.50 Uhr ausgestrahlt. 

Viel authentischer geht es nicht: Während einer echten Operation konnten die Mitarbeiter des SR sozusagen live mitverfolgen, wie eine Narkoseeinleitung funktioniert. PD Dr. Konrad Schwarzkopf, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, erklärte, welche Gase dabei zum Einsatz kommen und wie schädlich sie für die Umwelt sind. Außerdem erläuterte er, wie das neue klimafreundliche System funktioniert und welche Vorteile es bietet.

Ökologischer Vorteil der Umrüstung ist enorm

Ab sofort werden die Narkosegase in einem Akitvkohlefilter-Behälter aufgefangen – diese werden im Zentrallager gesammelt und nach Brandenburg gebracht, wo die Gase zurückgewonnen werden. Der Transport wird so organisiert, dass keine zusätzliche Lkw-Fahrt notwendig ist. Außerdem werden das in den Filtern eingesetzte Aktivkohle-Granulat sowie alle anderen Verbrauchsartikel aufbereitet. Durch dieses Verfahren können bis zu 98 Prozent der Narkosegase recycelt werden.

Die rund 65 Absauganlagen im Klinikum Saarbrücken konnten mit Umstellung auf das klimafreundliche System außer Betrieb genommen werden. So wird der Druckluftverbrauch reduziert, und in der Folge wird weniger Strom benötigt. Man rechnet pro Entnahmestelle jährlich mit Einsparungen von 700 bis 800 Euro. Damit sind die Kosten für die Filter mehr als gedeckt. Und das ökologische Plus ist enorm.

Nach dem spannenden Besuch im OP schaute das SR-Team noch in der Krankenhausapotheke des Klinikums vorbei. Dort beleuchtete die Leiterin Beate Halex, die von Anfang an in das Projekt involviert war und unter anderem für den Narkosegas-Einkauf verantwortlich ist, die logistischen Hintergründe.

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Ein dreiköpfiges Team des SR konnte sich während einer Operation ein Bild davon machen, wie die Narkoseeinleitung funktioniert.

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