Bereitschaft zur Organspende auf dem Winterberg bleibt stabil

Pressemitteilung /

Im Klinikum Saarbrücken haben im vergangenen Jahr sechs Menschen ihre Organe gespendet.

Im vergangenen Jahr haben sich auf dem Winterberg sechs Menschen dafür entschieden, nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe zu spenden. Die entnommenen Organe waren Nieren, Lungen, Lebern und Herzen, die für schwerkranke Menschen europaweit in Transplantationszentren gebracht wurden.

Für eine postmortale Organspende gibt es zwei Voraussetzungen: Den Nachweis des Hirntodes sowie die zu Lebzeiten schriftlich oder mündlich geäußerte Bereitschaft des Verstorbenen zur Organspende nach dem Tod.

„Leider gibt es immer noch viele Menschen in Deutschland, die ihren Willen für oder gegen eine Organspende zu Lebzeiten nicht geäußert haben. Es ist wichtig, seine Entscheidung auf einem Organspendeausweis festzuhalten – egal, ob man sich dafür oder dagegen entscheidet“, sagt PD Dr. Konrad Schwarzkopf, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Wichtig sei auch, seine Entscheidung mit seiner Familie zu besprechen, so Dr. Schwarzkopf weiter: „Im Falle eines Falles muss die Familie diese schwierige Entscheidung dann nicht in der Trauerphase treffen. Wer seine Haltung zu Lebzeiten nicht festhält, wälzt diese extrem schwierige Entscheidung auf seine Familie ab“.

Um die Entscheidung in Extremsituationen zu erleichtern bietet das Klinikum Saarbrücken Transplantationsbeauftragte als Ansprechpartner. Gerade im Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin und auf der Kinderintensivstation ist das wichtig. Die Transplantationsbeauftragten sind Ärztinnen und Ärzte und dafür geschulte Pflegekräfte – sie sind für die Patienten und Angehörige jederzeit ansprechbar.

Außerdem setzen sich die Transplantationsbeauftragten für die Aufklärung ein: Sie schulen alle Studierenden im Praktischen Jahr sowie die Auszubildenden der klinikeigenen Schule für Gesundheitsfachberufe.

Beim Thema Organspende arbeitet das Klinikum Saarbrücken mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zusammen.

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Ein Herz und eine Lunge als 3D-Drucke und davor steht das Wort Organspende
Im Klinikum Saarbrücken bleibt die Spendenbereitschaft stabil.

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