Best-Practice-Award für Klinikum Saarbrücken

Das Klinikum Saarbrücken wurde für den sinnvollen Einsatz eines elektronischen Scannersystems bei der Dokumentation von OP-Verbrauchsmaterial mit dem 2. Platz des bundesweiten Prospitalia-Best-Practice-Awards ausgezeichnet. Mehrwerte des neuen Scannersystems sind unter anderem eine automatisierte Bestelllogistik und neue Möglichkeiten der Verbrauchssteuerung.

Offiziell nennt sich das prämierte Projekt „Integrierte Materialverbrauchsdokumentation im OP und Funktionsstellen“. Vor vier Jahren hat eine Projektgruppe begonnen, den Themenkomplex „Transparenz bei den Sachkosten“ auf den Prüfstand zu stellen und dabei Handlungsbedarf festgestellt. Ziel war, die Verbrauchsmaterialien beispielsweise während einer Operation mit Hilfe von Scannern im Zentral-OP und in ausgewählten Funktionsbereichen zu erfassen und so den finanziellen Aufwand schneller auswerten zu können. Zusätzlich erlaubt das neue System, den Papierverbrauch zu reduzieren, indem Dokumentation und Bestellvorgänge vorrangig elektronisch vonstattengehen. „Das System optimiert das Bestellwesen im OP und anderen Bereichen, die Bestellabläufe werden standardisiert, was Aufwand und Fehlerquote minimiert, und auch die Inventur in den angeschlossenen Bereichen wird zukünftig weniger aufwändig“, beschreibt Andreas Richter, stellvertretender Leiter der Wirtschaftsabteilung, einige Vorteile für die Arbeitsabläufe im Klinikum.

Die Prospitalia GmbH, ein Einkaufsdienstleister im Gesundheitsbereich, würdigte das Engagement des Klinikums mit dem 2. Platz des jährlich ausgelobten bundesweiten Best-Practice-Awards. Das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro kommt der Weiterbildung der Mitarbeiter zu Gute. Im Klinikum Saarbrücken wird das System IMD (Integrierte Materialdokumentation) der ISC AG aus Rosenheim eingesetzt.
Inzwischen sind alle operativen Fachbereiche des OPs eingebunden, auch das Herzkatheter-Labor ist integriert. Aktuell befinden sich die Bereiche Endoskopie, der ausgelagerte urologische OP für Transurethrale Resektionen (TUR), die Interventionelle Radiologie und die Anästhesiologie in der Einbindungsphase. „In dieser ganzheitlichen Form haben das nicht viele Kliniken umgesetzt, da sind wir Pioniere“, betont Andreas Richter. Deshalb ist das Projekt als „Best Practice“ für andere Krankenhäuser interessant und sehenswert, so dass es in den vergangenen Wochen schon einige Besuche im Zentral-OP des Klinikums gab.

Die Projektgruppe freut sich über die Auszeichnung, und ist dankbar für die Unterstützung aus allen Abteilungen: „Ohne die Mitarbeit der Kolleginnen und Kollegen aller Abteilungen hätten wir das nicht geschafft“, sagt Andreas Richter, „insbesondere die Pflege, sie sind es schließlich, die die Dokumentation erledigen müssen und die sich im laufenden Betrieb an neue Arbeitsabläufe anpassen mussten. Wir sagen danke.“

Die Projektarbeit geschah abteilungsübergreifend, involviert waren die Abteilungen Wirtschaft, EDV, Finanzen und Controlling, OP und OP-Logistik und EDV-Pflege.  

Auf dem Gruppenfoto (v.l.): Daniel Ströher, Torsten Loos, Kirsten Künzer, Christiane Biewer-Schubert, Matthias Mudra, Andreas Richter, Peter Palm.

 

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