Neurovaskuläres Zentrum gegründet

Im aktuellen Krankenhausplan des Saarlandes wurde das Klinikum Saarbrücken als eines von nur zwei Neurovaskulären Zentren (NVZ) im Saarland ausgewiesen.

In diesem Zentrum haben sich die Kliniken für Neurologie (Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Andreas Binder), Neurochirurgie (Chefärztin Prof Dr. Cornelia Cedzich)  und Gefäßchirurgie  (Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Thomas Petzold) sowie das Institut für Radiologie und Neuroradiologie (Chefarzt Prof. Dr. Elmar Spüntrup)  zusammengeschlossen. Denn die Behandlung von Patienten mit neurovaskulären Erkrankungen, allem voran dem Schlaganfall  ist eine interdisziplinäre Herausforderung, wie der Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor Dr. Christian Braun betont.

Rund 80 Prozent aller Schlaganfälle werden durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein hirnversorgendes Blutgefäß verschließt. Gab es früher nur die Möglichkeit, die Gerinnsel medikamentös aufzulösen, können sie heute in ausgewählten Fällen in spezialisierten Zentren wie dem Klinikum Saarbrücken mittels eines Katheters mechanisch entfernt werden. Die Erfolgsraten liegen bei bis zu 90 Prozent.

Die endovaskuläre Methode nimmt eine zunehmende Rolle in der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ein. So werden im neurovaskulären Zentrum des Klinikums Saarbrücken im Jahr über 1.000 Schlaganfallpatienten aller Schweregrade aus einem überregionalen Einzugsgebiet an 365 Tagen rund um die Uhr versorgt.

Das Neurovaskuläre Zentrum des Klinikums ist Kooperationspartner von fünf weiteren regionalen Stroke-Units im Saarland. Standardisierte Strukturen und Prozesse sichern dabei eine bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung von Schlaganfallpatienten, und zwar sowohl stationär als auch ambulant.

 

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