Institut für Pathologie

Das Institut für Pathologie wurde 1970 im Klinikum Saarbrücken eingerichtet. Wir sind  Dienstleister für das Klinikum Saarbrücken und eine Vielzahl weiterer Kliniken und Praxen aller Fachrichtungen. Der Wirkungsbereich erstreckt sich auf das ganze Bundesland und teilweise auch darüber hinaus.

In großem Umfang werden  Gewebeproben aller Organsysteme eingesandt. Die ärztlichen und nicht-ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen, gemäß der Vorgaben der Leitlinien, die Aufarbeitung und die anatomisch-pathologische Diagnostik dieses Materials. Wir arbeiten mit allen modernen und gängigen Methoden der Histochemie sowie von Spezialuntersuchungen, insbesondere der Immunhistochemie. Mit diesen Untersuchungsverfahren können Zelleigenschaften präziser bestimmt werden, insbesondere sind sie ein wichtiges Hilfsmittel zum Nachweis von Tumoreigenschaften, die einerseits die  Klassifikation von Tumoren ermöglichen und andererseits  Anhaltspunkte für eine erfolgreiche Therapie von Tumoren geben können (z.B. Hormonrezeptoren oder Her2-Mutation). Ferner ist es auch möglich, mit diesen Methoden Viren- oder Bakteriennachweise zu führen.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum Saarbücken und die räumliche Nähe zu seinen Fachkliniken und Abteilungen ist eine ideale Voraussetzung für die intraoperative Schnellschnittdiagnostik. Es handelt sich hierbei um ein beschleunigtes Verfahren, bei dem Untersuchungsresultate bereits nach 15 Minuten vorliegen. Dadurch ist es dem operierenden Arzt möglich, noch während des Eingriffs Informationen über Krankheiten oder Befunde zu geben, die als Entscheidungsgrundlage zum Fortgang des operativen Eingriffs dienen.

Das Institut für Pathologie bietet seinen Kunden ein umfangreiches Dienstleistungsangebot, damit Gewebeproben schnellstmöglich in Empfang genommen, untersucht und die Ergebnisse rasch und reibungslos übermittelt werden können. Wir stehen für einen raschen, kundennahen und kompetenten Service. 

Leistungsspektrum

Im Institut für Pathologie  werden Gewebeproben (Biopsate, Exzisate, Resektate) und zytologische Präparate (Zellausstriche, Feinnadelpunktate, Ergüsse) untersucht und histopathologische Diagnostik an großen Biopsien und Resektaten durchgeführt. Das Einsendegut stammt aus allen menschlichen Organsystemen. Die am Mikroskop erarbeitete Diagnose ist entscheidend für die Behandlung der Patienten/innen sowohl bei entzündlichen als auch bei allen Tumorerkrankungen.

Tumorerkrankungen werden nach den Kriterien und Leitlinien der Fachgesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) und Internationalen Akademie für Pathologie (IAP) und den Klassifikationssystemen der WHO und UICC eingeordnet. Tumorklassifikationen und -stadieneinteilungen von Gewebeproben stellen die Voraussetzung und Grundlage für die bevorstehende Therapie dar. Das Institut betreut mehrere gynäkologische Kliniken im Rahmen von zertifizierten Brustzentren, so dass die Diagnostik von Brusttumoren von besonderer Bedeutung ist.

Ein weiterer diagnostischer Schwerpunkt des Instituts sind Erkrankungen des Verdauungstraktes, der weiblichen Geschlechtsorgane sowie des Harntraktes. Bei nicht-tumorösen Erkrankungen, wie beispielsweise chronischen Entzündungen der Magenschleimhaut,  der Leber oder des Darmes dient die histologische Diagnostik der Therapie- und Verlaufskontrolle und möglicherweise von Vorläuferveränderungen.

Die feingeweblichen und zytologischen Untersuchungen werden durch moderne immunhistochemische Verfahren ergänzt.  Diese ermöglichen eine präzisere Einteilung in Tumorgruppen und Untergruppen, es können ferner Tumorspezifische Eigenschaften bestimmt werden. Außerdem können Hormonrezeptoren bestimmt werden, die Relevanz und Aussagen ermöglichen, ob Therapiekonzepte im Einzelnen erfolgversprechend sind oder andere Behandlungsverfahren gewählt werden sollten.

Schnellschnittuntersuchungen: Histologische Untersuchung von intraoperativ entnommenem Gewebe an Gefrierschnitten - meist bei onkologischen Fragestellungen (Tumorerkrankungen). Enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum Saarbücken ermöglicht ein beschleunigtes Verfahren, bei dem Untersuchungsresultate bereits nach 15 Minuten vorliegen. Dadurch ist es dem operierenden Arzt möglich, noch während des Eingriffs Informationen über Krankheiten oder Befunde zu geben, die eine Entscheidungshilfe für den Fortgang der Operation liefern.

Eilschnitte: Histologische Untersuchung von kleinen Gewebeproben (Biopsie) mit Befundübermittlung in 24 Stunden

Die Leichenöffnung ist ein medizinischer Eingriff und erfolgt nach standardisierten Leitlinien der Fachgesellschaft, um Todesumstände zu klären oder um Befunde zu erfassen, die vor dem Tod eines Patienten nicht abschließend beurteilt und verstanden worden sind. Je nach Sachlage können so zum Beispiel übersehene Befunde aufgezeigt und eventuelle Fehler ermittelt werden.

In diesem Bereich übernimmt die Pathologie die Funktion der Qualitätskontrolle und trägt dazu bei, in anderen Situationen zielsichere Diagnosen zu stellen und Fehler zu vermeiden.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, gutachterlich Befunde zu evaluieren, zum Beispiel, ob eine Berufskrankheit vorgelegen hat oder nicht.

Kontaktinformationen

Kontakt

Institut für Pathologie
Chefärztin Dr. Rosemarie Weimann

Winterberg 1
66119 Saarbrücken

Chefarztsekretariat:
Sara Compassi
Telefon: 0681 / 963-2527
Telefax: 0681 / 963-2848
Kontaktformular


Ihre Ansprechpartner

Dr. Rosemarie Weimann

Chefärztin des Instituts für Pathologie

Dr. Karin Reitnauer

stv. Leiterin des Institus

Sara Compassi

Chefarztsekretärin

Ärztliche Fort- und Weiterbildung

Dr. Rosemarie Weimann verfügt über die Weiterbildungsermächtigung Basisweiterbildung Pathologie (2 Jahre) und Pathologie FA (4 Jahre).

Priv. Doz. Dr. Florian Custodis ist Studienbeauftragter des Akademischen Lehrkrankenhauses.


Dr. Rosemarie Weimann

Tel. 0681 / 963-2527
Fax 0681 / 963-2848
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Service für Ärzte und Kliniken

Das Institut für Pathologie ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Diagnostik krankhafter Organveränderungen. Wir sind Dienstleister für Arztpraxen und Kliniken in der Region. Zur Ausweitung  unseres Untersuchungsspektrums kooperieren wir mit zahlreichen Instituten im In- und Ausland.

Wir erstellen Zweitmeinungen bei seltenen Befunden und führen Analysen bei aufwändigen zusätzlichen molekulargenetischen Untersuchungen durch.

 

Unsere Kooperationspartner sind:

  • Prof. G. Barreton, Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus, Dresden
  • Prof. R. Büttner, Institut für Pathologie der Universität Köln
  • Prof. J. Weis, Universitätsklinikum Aachen, Aachen
  • Prof. T. Pietsch, Universitätsklinikum Bonn, Zentrum für Pathologie
  • Prof. G. Feller, Institut für Pathologie, Lübeck
  • Prof. T. Menzel, Dermatopathologie, Friedrichshafen
  • PD . B. Bode-Lesniewska Universitätsspital, Zürich
  • Prof. A. Tannapfel,  Institut für Pathologie BG Kliniken Bergmannsheil, Bochum
  • Prof. I. Leuschner, Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Kiel
  • Prof. Ch. Röcken, Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Kiel  

Zur Untersuchung gelangen Proben aus allen Organgebieten (z.B. von der Brustdrüse, der Haut oder dem Magen), die mit Hilfe von Abstrichen, Stanz- und Nadelbiopsien, Feinnadelpunktaten oder Knips- und Exzisionsbiopsien entnommen wurden. Zum anderen werden die bei Operationen entfernte Organe (z.B. Niere, Magen oder Schilddrüse) makroskopisch und mikroskopisch untersucht.

Wenn Sie mit uns zusammen arbeiten wollen, wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat unter der Telefonnummer 0681 / 963 - 2527.

Probengefäße, Begleitscheine, Versandmaterial und Objektträger können Sie über das Sekretariat unter Telefon 0681 / 963 -2527 anfordern.

Unsere Fachärztinnen und -ärzte sowie unsere LaborassistentInnen sind selbstverständlich über diese Nummer auch für Anfragen aller Art persönlich für Sie erreichbar. Außerdem können Sie über die Seite "Unser Team" per E-Mail direkt Kontakt zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufnehmen.

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