Augenklinik

Die Augenklinik des Klinikums Saarbrücken auf dem Winterberg verhilft als Fachklinik für Augenheilkunde jährlich vielen tausend Menschen zu einem besseren Sehvermögen. Als Klinik der Maximalversorgung nehmen wir sämtliche operativen Eingriffe der Augenheilkunde unter Verwendung modernster Medizintechnik, höchster Qualitätsstandards und Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse vor.

Insbesondere die neuen schonenden und minimal invasiven Eingriffe in Tropfanästhesie bilden einen Schwerpunkt der Klinik. Erfahrene Augenchirurgen operieren in unserem Zentrum für ambulante Operationen sowie bei stationären Eingriffen.

In der völlig neu gestalteten Augenambulanz  werden Patienten von einem erfahrenen Team in einem persönlichen und familiären Ambiente betreut. Spezialsprechstunden für Kinder und Frühgeborene, plastische und rekonstruktive Lidchirurgie, refraktive Chirurgie, Kataraktchirurgie, Glaukom, Makula und Netzhaut, Uveitis, Augentumoren, Neuroophthalmologie und Botoxtherapie stehen zur Verfügung.

Im stationären Bereich ist eine optimale Versorgung durch die enge Verzahnung mit den benachbarten Spezialkliniken und Instituten garantiert. Daher sind Patienten mit seltenen Erkrankungen, komplexen Krankheitsbildern oder schweren Verläufen, inklusive Erbkrankheiten, augenbedrohenden Infektionen und Tumoren des Auges und der Augenhöhle bei uns gut aufgehoben.

Leistungsspektrum

Wo früher noch große und teilweise riskante Operationen nötig waren, werden heute sehr gute Ergebnisse mit minimalinvasiven, sprich kleinstmöglichen und gewebeschonenden Eingriffen, erreicht.

Besonders in der Katarakt-, Glaukom- und Netzhautchirurgie werden diese gewebeschonenden Eingriffe in unserer Augenklinik routinemäßig eingesetzt. Ein klarer Vorteil besteht neben dem geringeren operativen Risiko in einer deutlich verkürzten Erholungsphase und damit auch einem kürzeren Aufenthalt im Krankenhaus.

 

Bei der Operation des Grauen Stars (Katarakt) wird unter der sogenannten Tropfanästhesie (ohne Spritze) die eigene getrübte Linse schonend abgesaugt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Dieser Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt und dauert zwischen 10 und 15 Minuten. Nach einer kurzen Ruhepause kann der/die PatientIn das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

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Bei Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers verwenden wir ausschließlich minimal invasive (gewebeschonende) Instrumente und OP-Verfahren, die eine rasche und schmerzfreie Erholung deutlich begünstigen. Die Eingriffe werden in lokaler Betäubung, bei Bedarf auch im Dämmerschlaf (Analgosedierung) oder in Vollnarkose, durchgeführt.

Unsere Ärzte wenden moderne Verfahren der nahtfreien minimal invasiven Glaskörper- und Netzhautchirurgie an.

Mehr: Operation einer Netzhaut- oder Glaskörpererkankung durch Vitrektomie

Lässt sich der Augendruck durch Augentropfen nicht ausreichend senken, kann heutzutage mit äußerst gewebeschonenden Operationsverfahren der Augendruck sicher und langanhaltend gesenkt werden. Je nach Ausgangslage kommen verschiedene Methoden zur Anwendung. Einen besonderen Stellenwert haben die Mikroimplantate und Mikrokatheter erreicht, die teilweise so klein sind, dass sie mit dem menschlichen Auge ohne Vergrößerung kaum noch zu erkennen sind.

Wir führen sämtliche operativen Eingriffe und Lasermaßnahmen bei den verschiedenen Formen des Grünen Stars (Glaukom) einschließlich Kanaloplastik durch.

Ein überregionaler Schwerpunkt unserer Augenklinik ist unsere Orthoptik (Sehschule). Das gesamte Spektrum inklusive der Diagnostik und Therapie von

  • Schielerkrankungen
  • Sehschwäche (Amblyopie)
  • Doppelsehen (Diplopie)
  • Kopffehlhaltungen
  • Augenzittern (Nystagmus)
  • Augenmuskelerkrankungen
  • schilddrüsenbedingten Veränderungen (endokrine Orbitopathien)

wird bei uns durch äußerst erfahrene Orthoptistinnen und Ärzte abgebildet.

In der orthoptischen Abteilung werden bei Patienten ab dem frühem Babyalter bis zum späten Erwachsenenalter Störungen des ein- und beidäugigen Sehens diagnostiziert und behandelt.

Die Entwicklung der einäugigen Sehfähigkeit und des beidäugigen Sehens läuft besonders schnell in den ersten Lebensmonaten ab. Bis zum Ende des 4. Lebensjahrs sollte bereits die Sehschärfe des Erwachsenenalters erreicht worden sein. Ein neu aufgetretenes Schielen kann ein Zeichen für eine Störung in der Sehentwicklung sein.

Ein Großteil der Hornhauterkrankungen, die eine Transplantation erforderlich machen, können jetzt durch einen minimalinvasiven Eingriff geheilt werden. Dazu reicht in den meisten Fällen die isolierte Verpflanzung einer Gewebelamelle aus (DMEK). Eine vollständige Erholung der Sehschärfe ist dadurch möglich geworden. Der komplette Austausch der Hornhaut (perforierende Keratoplastik) ist dadurch seltener geworden. Durch die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Hornhautbanken gibt es praktisch keine Wartezeiten auf ein Transplantat.

Die gesamte Bandbreite der plastischen und kosmetischen Lidchirurgie wird angeboten. Ein Herabhängen der Lider (Ptosis) wird z.B. durch das besonders gewebeschonende Verfahren der Levatorfaltung korrigiert.

Gewebsneubildungen der Lider werden direkt in dem angeschlossenen Institut für Pathologie mikroskopisch untersucht und nach vollständiger Entfernung fachgerecht versorgt.

Es werden Verfahren wie die operative Lidstraffung, die tarsomarginale Transplantation, Operation nach Wies, Kuhnt-Szymanowski, die Hughes-Unterlidrekonstruktion bis hin zur kompletten Unterlidrekonstruktion und vieles  mehr eingesetzt.

 

Die diagnostischen Methoden umfassen die Ophthalmoskopie, bildgebende Verfahren wie Augenhintergrunds-Fotografie, Echograpie und Magnetresonanztomographie (MRT), die Angiographie mit Fluoreszein oder Indozyanin-Grün und die Gewebe-Biopsie.

Intraokulare Tumore werden durch eine gewebeschonende Strahlentherapie unter Erhalt des Augapfels therapiert.

Größere Tumoren werden auch in Zusammenarbeit mit den Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen entfernt und gegebenenfalls in der Strahlentherapie nachbehandelt.

 

Zur Augenklinik gehört ein Orbitazentrum, das erste im Saarland. Die Orbita beinhaltet den Augapfel, Augenmuskeln, Blutgefäße, Nerven, Tränendrüse, Binde- und Fettgewebe der Augenhöhle.

Im Orbitazentrum werden alle Krankheiten der Augenhöhle wie Verletzungen, Entzündungen, Tumoren oder Fehlbildungen behandelt. Hierzu bedarf es häufig einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Fachärzte mehrerer Abteilungen arbeiten unter dem Dach des Orbitazentrums zum Wohle des Patienten zusammen:

  • Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Die Neurochirurgie
  • Die Strahlentherapie
  • Die Kinder- und Jugendmedizin
  • Die Innere Medizin I und II
  • Die Radiologie
  • Die Pathologie
  • Die Neurologie

Erkrankungen der Augenhöhle fallen meist durch Sehstörungen oder sichtbare Veränderungen in der Lidregion auf. Die Ursachen sind vielfältig. Je nach Krankheitsbild ist die Expertise unterschiedlicher Fachärzte gefragt. Das Orbitazentrum bildet hierbei die Grundlage zu einer besseren Patientenversorgung.

Für die Laserbehandlung des vorderen und hinteren Augenabschnitts stehen sämtliche Laser (Festkörperlaser und Diodenlaser) zur Verfügung. Diese ambulant durchgeführten Eingriffe sind in der Regel schmerzfrei und wenig belastend.

Hauptanwendungsgebiete finden sich bei Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen des Auges sowie bei degenerativen Netzhautprozessen.

Akute Durchblutungsstörungen der Augen werden im meist Rahmen eines stationären Kurzaufenthaltes interdisziplinär behandelt und therapiert.

Neben der minimalinvasiven operativen intravitrealen (Eingabe in den Glaskörper) Medikamenteneingabe (IVOM) zur Abschwellung der Netzhaut können durch eine durchblutungsfördernde Infusionstherapie die rheologischen Eigenschaften (Fließeigenschaften) des Blutes positiv beeinflusst und die Prognose des Auges verbessert werden.

Zusätzlich wird eine interdisziplinäre Ursachenforschung mit echographischen Untersuchungen der Organe, Blutentnahmen und Langzeit- Blutdruck und EKG-Messungen zur Ursachenabklärung durchgeführt.

Wir bieten unseren PatientInnen sämtliche notwendigen diagnostischen Verfahren des Fachgebietes an.

Hier eine Auswahl:

Anomaloskop-Untersuchung, Autorefraktometrie, Biometrie, Computerperimetrie, Dämmerungssehen, Dopplersonographie, Endothelphotographie, Farbsinnprüfungen, Fluoreszeinangiographie, Goldmannperimetrie, Histologie des Auges, Hornhauttopographie, HRT (Heidelberg Retina Tomograph), IOL-Master, Kunstlinsenberechnung), Indocyaningrünangiographie, Kontaktglasdynamometrie, Labordiagnostik, Optische Kohärenz Tomographie (OCT), Pachymetrie der Hornhaut, Pentacam-Untersuchung, Photodokumentation, Scheimpflugphotographie, Schieldiagnostik, Sonographie/Ultraschalluntersuchung, Tonometrie, Visuell evozierte kortikale Potentiale (VECP), Wellenfrontanalyse.

Traditionell ist die Augenklinik des Klinikums Saarbrücken ein überregionales Zentrum für schwere und schwerste Verbrennungen und Verätztungen des Auges und der Lider.

Das therapeutische Spektrum reicht von der intensivierten Tropftherapie z.B. mit Eigenserum-Augentropfen bis hin zu der wiederherstellenden Lidchirurgie oder dem Einsetzen einer künstlichen Hornhaut.

Bei der intravitrealen Medikamenteneingabe in den Glaskörper (IVOM) handelt es sich um eine minimalinvasive, hochwirksame Therapie, bei der nur wenige Tropfen eines Medikaments über eine hauchdünne Kanüle an einer sicheren Durchtrittsstelle in den Augapfel eingegeben werden.

Zur Verfügung stehen sämtliche Arzneien inklusive Lucentis, Eylea, Avastin, Ozurdex, Iluvien, Jetrea und Triamcinolon, welche je nach Indikation und nach ausführlicher Beratung mit dem behandelnden Arzt patientenindividuell eingesetzt werden.

Ab einer gewissen Sehschärfenminderung  kann insbesondere bei degenerativen Augenerkrankungen eine Lesefähigkeit nur noch mit optischen Hilfsmitteln wiederhergestellt werden.

Dazu wird zunächst einmal der Vergrößerungsfaktor bestimmt, anschließend werden die verschiedenen technischen Hilfsmittel getestet. Lassen Sie sich bei uns beraten!

Ihr niedergelassener Augenarzt hat Sie zur einer ambulanten Operation überwiesen, da Sie einen mikrochirurgischen Eingriff oder eine spezielle Untersuchung benötigen. Durch die enge Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen sind dazu alle Voraussetzungen bestens gegeben.

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Kontaktinformationen

Kontakt

Klinik für Augenheilkunde
Chefarzt Dr. Markus S. Ladewig FEBO MA

Winterberg 1
66119 Saarbrücken

Chefarztsekretariat:
Anna Hille-König
Tel. 0681 / 963-2744
Fax 0681 / 963-2870

Kontaktformular


Sprechzeiten

Kassen-Ambulanz
Montag bis Donnerstag 8:00 bis 16:00 Uhr
Freitag 8:00 bis 15:00 Uhr
Nach Vereinbarung unter
Tel. 0681 / 963-2747
Tel. 0681 / 963-2739
Ansprechpartner: Vera Simon; Anja Schmitt

Privat-Ambulanz
Nach Vereinbarung über Sekretariat  
Tel. 0681 / 963-2744
Ansprechpartner: Anna Hille-König


Sehschule / Orthoptik
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis16:00 Uhr
Freitag von 8:00 bis 15:00 Uhr
Nach Vereinbarung unter Tel. 0681 / 963-2748
Ansprechpartner: Anne Adt; Ulrike Lehr

Ambulantes Operieren
Montag bis Donnerstag, jeweils von  7:45 bis 16:00 Uhr
Freitag von 7:45 bis 15:00 Uhr
Tel. 0681 / 963-2613
Ansprechpartner: Luise Müller; Sarah Brill, Tanja Kuehn


Ihre Ansprechpartner

Dr. Markus S. Ladewig

Chefarzt
Facharzt für Augenheilkunde, FEBO, MA

Anna Hille-König

Chefarztsekretärin

Dr. Wolfgang Deppe

Leitender Oberarzt
Facharzt für Augenheilkunde

Nael Bader

Oberarzt
Facharzt für Augenheilkunde

Dr. Stephan Röhrig

Oberarzt
Facharzt für Augenheilkunde, FEBO

Dirk Jochum

Stationsleitung Station 02

Karina Keller

stv. Stationsleitung Station 02

Selbsthilfegruppen und Stiftungen

■    PRO RETINA Deutschland e.V. - Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen
■    Deutsche Uveitis-Arbeitsgemeinschaft (DUAG) - Forum für Ärzte und Patienten zum Thema Uveitis
■    Bund zur Förderung Sehbehinderter (BFS)
■    Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
■    Integrationsfachdienst (IFD) Sehen
■   Deutsche Ehlers-Danlos-Initiative e.V.
■    Elternselbsthilfe sehgeschädigter Kinder Österreichs
■    NOAH Albinismus-Selbsthilfegruppe e.V.
■    Deutsche Dystonie-Gesellschaft - Informationen u.a. zu Blepharospasmus und Botox-Therapie
■    PXE-Selbsthilfegruppe
■    Sjögren-Syndrom-Selbsthilfe
■    UsherNet - Forschung contra Blindheit e.V.

Fortbildungen / Veranstaltungen der Augenklinik 2018

26. September 2018

2. Saarbrücker Fortbildung für Medizinische Fachangestellte, Pflegefachkräfte und Optiker
Augenklinik Klinikum Saarbrücken, 16:15 - 18:30. Sie sind herzlich Eingeladen!

13. Oktober 2018

Woche des Sehens - Tag der offenen Tür
Mit Führungen durch die Augenklinik, Informationen zur Diagnostik und den neuesten Therapieverfahren, Sehtests und Mitmachaktionen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

28. November 2018

4. SAAR - Saarbrücker Augenärztliche Austauschrunde
Seltene Augenerkrankungen und diagnostische Strategien bei unklarer Visusminderung stehen auf dem Programm. Gastredner ist Herr Prof. Dr. med. Ulrich Kellner. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Ärztliche Fort- und Weiterbildung

Dr. Markus S. Ladewig, FEBO verfügt über die Weiterbildungsermächtigung Augenheilkunde (5 Jahre).

Priv. Doz. Dr. Florian Custodis ist Studienbeauftragter des Akademischen Lehrkrankenhauses.


Dr. Markus S. Ladewig FEBO

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Fax 0681 / 963-2870
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