Corona-Notaufnahme

Das Klinikum Saarbrücken spielt regional und überregional als Maximalversorger in der Notfallversorgung verschiedenster Krankheitsbilder eine wichtige Rolle. In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) stehen bereits im Regelbetrieb Räumlichkeiten zur Verfügung um Patienten mit infektiösen Erkrankungen zu isolieren.

Nach Bekanntwerden der ersten Fälle von SARS-CoV-2-Infektionen in China Ende 2019 bestand in den ersten Wochen überwiegend ein telefonischer Beratungsbedarf, der von den diensthabenden Internisten der ZNA abgedeckt wurde.

Sicherheit für alle Patienten

Ab Anfang/Mitte März traten auch im Saarland vermehrt SARS-CoV-2-Infektionen auf, so dass sich das Team Winterberg auf einen raschen Anstieg behandlungsbedürftiger COVID-19-Patienten einstellte. Um eine signifikante Beeinträchtigung der allgemeinen Notfallversorgung zu verhindern, richtete das Klinikum Saarbrücken einen von der ZNA komplett separierten Bereich ein.

Die Räumlichkeiten des Untersuchungs- und Behandlungszentrums (UBZ), in denen im Regelbetrieb die prä- und poststationäre Versorgung von Patienten multipler Fachbereiche stattfindet, wurde zu einer „Corona-Notaufnahme“ umgerüstet. Innerhalb von 72 Stunden entstanden so durch großes Engagement der Beschäftigten sieben komplett ausgestattete Behandlungszimmer, darunter auch ein Schockraum, um kritisch kranke/intensivpflichtige COVID-19-Patienten zu versorgen.

Ab dem 21. März 2020 wurden die Patientenströme komplett getrennt, entsprechende Beschilderungen angebracht und Zufahrtswege für Rettungsdienste etabliert. Alle Patienten mit Verdacht auf COVID-19, respiratorischer Symptomatik oder schon bestätigter SARS-CoV-2-Infektionen wurden ab diesem Zeitpunkt rund um die Uhr in der Corona-Notaufnahme behandelt. Zusätzlich fungierte das Team in Kooperation mit dem Krisenstab des Klinikums als Ansprechpartner und Abstrichzentrum für die Mitarbeiter.

Teamvergrößerung aus verschiedensten Bereichen

Das Personal für die Corona-Notaufnahme wurde aus verschiedenen Bereichen rekrutiert. Im pflegerischen Pool fanden sich das Stammpersonal des Untersuchungs- und Behandlungszentrums, Pflegekräfte von Normalstationen, der ZNA, rekrutierte „Winterberghelfer“ sowie einige Schüler.

Ärztlicherseits stellten Ärzte der Inneren Medizin I und II im Zwei-Schicht-Betrieb die Versorgung sicher. Unterstützt wurden diese im Verlauf durch ärztliche Kollegen anderer Fachdisziplinen. Ziel war es, dass Team zu vergrößern um längerfristig COVID-19-Patienten in der Doppelstruktur versorgen zu können.

Klare Strukturen zum Wohl aller Patienten

Von Anfang an gingen die Patienten, die einer stationären Behandlung bedurften, von der Corona-Notaufnahme aus klare Wege. Die Isolierstationen 06 und 16 übernahmen die unkritischen COVID-19-Patienten. Die Stationen 43 bzw. COBAZ 1 (Corona-Beatmungszentrum 1) versorgten die kritischen/intensivpflichtigen Patienten. Die Zusammenarbeit aller Bereiche funktionierte hervorragend.

Bei rückläufigem Patientenaufkommen wird die Corona-Notaufnahme in einen Stand-By-Modus versetzt und kann innerhalb von 24 Stunden reaktiviert werden.

Aktuelle Regelung im Herbst

Im Herbst 2020 werden die Patientenströme in der regulären Zentralen Notaufnahme nach festgelegten Kriterien räumlich voneinander getrennt, so dass Ansteckungen vermieden werden können. Alle Patienten,  die notfallmäßig über die Zentrale Notaufnahme und die Kinder-Notaufnahme stationär ohne begründeten COVID-Verdacht aufgenommen werden, wird ein Antigen-Schnelltest (zusätzlich zur PCR-Testung) durchgeführt. Patienten mit begründetem COVID-Verdacht werden als Verdachtsfall isoliert untergebracht bis das PCR-Testergebnis vorliegt.

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