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Möglichkeiten und Grenzen der Intensivmedizin

Mit einem Beitrag zur rechtlichen Situation

Im Rahmen der Vortragsreihe "Gesundheit im Dialog" nehmen der Chefarzt der Anästhesiologie des Klinikums Saarbrücken, Dr. Konrad Schwarzkopf und der Fachanwalt für Sozialrecht von der Unabhängigen Patientenberatung Saarbrücken, Martin Nicolay, am Donnerstag, dem 15. Oktober, 17.00 Uhr, in der Stadtbibliothek Saarbrücken Stellung zum Thema Möglichkeiten und Grenzen der Intensivmedizin.

Die heutige Intensivmedizin kann sowohl vom medizinischen Wissen als auch von der technischen Ausstattung her so viel ausrichten wie nie zuvor. Das ist ein Segen für die Menschen. Dennoch gibt es Grenzen – der Machbarkeit, der Sinnhaftigkeit, der Ethik und auch der Finanzierbarkeit und des individuellen Willens der Betroffenen. Seit dem 1. September 2009 gelten durch eine Neuregelung im BGB schriftliche, hinreichend konkrete Patientenverfügungen für die Ärzte und das Pflegepersonal von Intensivstationen als verbindlich. Doch das enthebt den Arzt nicht seiner ärztlichen und ethischen Verantwortung. Was ist, wenn er zum Beispiel entgegen dem Willen eines Patienten und seiner Angehörigen durchaus einen medizinischen Sinn darin sieht, die Therapie zu verlängern, noch einmal abzuwarten, ob sich Besserung einstellt? Der Intensivmediziner steht immer wieder an der Schwelle zwischen seinem hippokratischen Eid – zu helfen, Leben zu retten und zu erhalten, wo immer es geht – und der schwierigen Frage, ob es einen Sinn macht, Leben zu erhalten, wenn er weiß, dass es "nur" ein vegetatives Fortleben bedeutet.

Ziel der Veranstaltung ist es nicht, die medizinischen Möglichkeiten moderner Intensivmedizin auszuleuchten, vielmehr soll nach einer Standortbestimmung zur rechtlichen Situation anhand einiger Fallbeispiele Handlungsmöglichkeiten und Grenzen der Intensivmedizin mit der Zuhörerschaft diskutiert werden.

Die Reihe „Gesundheit im Dialog“ ist eine Veranstaltung des Klinikums Saarbrücken in Kooperation mit: Stadtbibliothek Saarbrücken, Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland, Unabhängige Patientenberatung im Saarland, Volkshochschule und Gesundheitsamt des Stadtverbandes Saarbrücken, Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung im Saarland (LAGS), Ärzteverband des Saarlandes, vdak-AEV (Verband der Angestellten-Krankenkassen) und SR 3 Saarlandwelle. Der Eintritt ist frei.
Das Programm kann bei der Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums Saarbrücken, Tel. 0681/963-1017 oder per E-Mail: presse@klinikum-saarbruecken.de bestellt werden.



Klinikum Saarbrücken, Winterberg 1, 66119 Saarbrücken, Telefon 0681 / 963 – 0

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