Intensivstation modernisiert
Umzug der Patienten lief reibungslosNach fast zehn Monaten Bauzeit wurde am 1. Februar im Klinikum Saarbrücken die Station 10 in Betrieb genommen. Damit verfügt das Klinikum über die größte und modernste konservative Intensivstation im Regionalverband.
Rund um die Uhr werden hier schwerstkranke Patientinnen und Patienten in drei Drei-Bett-Zimmern und in sechs Zwei-Bett-Zimmern therapiert und überwacht. Alle schweren Krankheitsbilder aus dem Bereich der Inneren Medizin und der Neurologie mit drohendem oder eingetretenem Organversagen werden hier unter intensivster ärztlicher und pflegerischer Betreuung behandelt.
Auch die Pflegekräfte freuen sich auf die Arbeit in den neuen Räumen. Stationsleiterin Monika Braun: „Das Ambiente wirkt freundlich. Die sogenannten Ampeln ermöglichen gerade den Pflegekräften ein rückengerechteres Arbeiten. Und durch die großzügigen Räumlichkeiten kann man besser mit dem Patienten arbeiten.“ Immerhin ist die neue Station 903 qm groß, die alte Station 12 war nur 640 qm groß.
Die Station erfüllt die modernsten Anforderungen in punkto Ausstattung. Wenn nötig, kann jederzeit ein Isolierzimmer eingerichtet werden. Rund um die Uhr ist eine kontinuierliche qualifizierte ärztliche und pflegerische Betreuung gewährleistet; sie erfolgt im Drei-Schicht-Betrieb. Es besteht eine direkte Anbindung an die Zentrale Notaufnahme mit der sogenannten Chest-Pain-Unit (Brustschmerz-Einheit), an das Herzkatheterlabor sowie an die Klinik für Neurologie.
Die Kosten für die neue Intensivstation belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro. Das Klinikum hat die Summe über ein Darlehen vorgestreckt. Das Geld wird aus dem Investitionsplan des Landes 2010 bis 2016 refinanziert. Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein: „Es ist eine Investition, die in erster Linie unseren schwer kranken Patienten zu Gute kommt. Aber auch Ärzte und Pflegekräfte profitieren davon, wenn es um ihre Aus- und Weiterbildung geht. So verfügt Prof. Dr. Günter Görge (Chefarzt der Klinik für Herz- und Lungenkrankheiten sowie Intensivmedizin) über die volle Weiterbildungsermächtigung für Internistische Intensivmedizin sowie Notfall- und Rettungsmedizin. Auch der Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. Karl-Heinz Grotemeyer, verfügt über eine Weiterbildungsermächtigung für die neurologische Intensivstation.
Nach fast 42 Jahren ist das Klinikum Saarbrücken damit in nahezu allen Maximalversorgungsbereichen auf dem neuesten Stand: 2006 gingen die neuen Operationssäle in Betrieb, im Jahr 2007 folgten die Kreißsäle und die Kinderintensivstation. Anfang 2008 wurde die zentrale Notaufnahme neu eröffnet. Einzig die operative Intensivstation steht noch aus. Deren komplette Sanierung wird im April beginnen und ca. 10 Monate dauern.
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