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Frisches Blut fürs Saarland gesucht

Alle Jahre wieder: Weltblutspendetag am 14. Juni

Statistisch gesehen benötigen 80 Prozent aller Deutschen mindestens einmal in ihrem Leben Blut oder Blutpräparate. Blut aber lässt sich nicht künstlich herstellen. Für jede einzelne Blutkonserve muss deshalb zuvor ein gesunder Mensch seine Blutspende abgegeben haben. Gerade in der Urlaubszeit drohen immer wieder Versorgungsengpässe. Um Leben zu retten, werden Menschen gesucht, die ihren „ganz besonderen Saft“ spenden.

Seit 2004 wird alle Jahre wieder am 14. Juni auf die Wichtigkeit von Blutspenden aufmerksam gemacht. Der Hintergrund: Am 14. Juni 1868 wurde Karl Landsteiner (1868-1943), der Entdecker der Blutgruppen, geboren.

Die Blutspendezentrale Saar-Pfalz auf dem Winterberg ist montags, mittwochs und freitags, jeweils von 8 bis 15 Uhr; dienstags und donnerstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Jeder kann plötzlich in die Situation geraten, dass er eine Bluttransfusion benötigt, sei es infolge eines Verkehrsunfalls, sei es aufgrund einer schweren Erkrankung. Häufig wird angenommen, Unfallopfer benötigten den größten Teil an Blutspenden, aber tatsächlich wird das meiste Blut - und zwar das ganze Jahr über -für die Behandlung von schwer erkrankten Patienten, z. B. bei Krebs- oder Herzerkrankungen, gebraucht. Viele Operationen und Krebstherapien sind zum Beispiel nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich.
Blutspender sind deshalb immer gesucht.
Denn Blutkonserven haben gerade mal eine Haltbarkeit von sechs Wochen. Und Blutzellen und Blutflüssigkeit können häufig nicht durch künstliche Medikamente ersetzt werden, sondern nur durch entsprechende Blutbestandteile von gesunden Blutspendern. Dazu der Ärztliche Leiter der Blutspendezentrale Dr. Alexander Patek: „Deshalb ist es wichtig, dass immer genügend Blutkonserven für Unfallopfer oder schwer kranke Menschen zur Verfügung stehen.“

Keine Angst: Jeder Erstspender wird gründlich untersucht. Außerdem muss ein Fragebogen ausgefüllt, damit etwaige Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Auch die Blutwerte werden jedes Mal untersucht. Und: Sollte etwas mit den Blutwerten nicht in Ordnung sein, wird der Spender innerhalb kürzester Zeit Nachricht von der Blutspendezentrale erhalten. Zur Sicherheit der Spendenempfänger wird das Blut bei jeder Spende mit verschiedenen Tests auf Erreger von Hepatitis B und C, HIV und Syphilis getestet.

Nur ein Pieks und dann geht’s los: In nur zehn Minuten werden dem Spender 500 Milliliter Blut „abgezapft“. Für die Spende gibt es eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25,57 € und die Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben. Grundsätzlich kann jeder Gesunde zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender: bis zum 60. Lebensjahr) Blut spenden. Der Abstand zwischen zwei Blutspenden sollte bei Frauen 12 Wochen, bei Männern 8 Wochen betragen, er darf keinesfalls acht Wochen unterschreiten.



Klinikum Saarbrücken, Winterberg 1, 66119 Saarbrücken, Telefon 0681 / 963 – 0

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