Brustschmerzeinheit zertifiziert
Optimale Versorgung bei akuten und unklaren BrustschmerzenDie Brustschmerzeinheit des Klinikums Saarbrücken wurde jetzt als erste im Saarland von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert. Bei der Bekanntgabe des Ergebnisses brachten es die Auditoren PD Dr. Sabine Genth-Zotz, Universitätsklinikum Mainz, und Dr. Ralph Winkler, Klinikum Ludwigshafen, auf den Punkt: Das Haus ist klar strukturiert, räumlich optimal aufgeteilt, die Abteilungen untereinander arbeiten sehr gut zusammen und es herrscht eine hervorragende Kooperation zwischen allen Berufsgruppen.
Die Brustschmerzeinheit ist somit die ausgezeichnete Anlaufstelle für alle Patienten mit unklaren akuten Brustschmerzen und das rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.
In der Brustschmerzeinheit können alle Ursachen für die Beschwerden schnellstmöglich im Zusammenspiel mit anderen Fachgebieten abgeklärt und bestmöglich behandelt werden. Alle Patienten werden dabei nach Vorgaben der Europäischen und Deutschen Medizinischen Fachgesellschaften diagnostiziert und behandelt. Im Zweifelsfall hilft das superschnelle Herz-CT weiter, das neben dem Herzen auch die Lunge, die Lungengefäße und die Körperschlagader mit abbildet.
Durch das Zusammenspiel mit den anderen Fachabteilungen können aber auch alle anderen Ursachen wie orthopädische Ursachen, Beschwerden aus dem Magen-Darmtrakt oder Herzschmerzen als Ausdruck von Stress oder Depressionen schnell erkannt und behandelt werden. Denn, so Chefarzt Görge: „Nicht jeder Patient mit unklaren Brustschmerzen muss kathetert werden!“.
Liegt allerdings in der Tat eine schwere Herzmangeldurchblutung vor, dann muss es schnell gehen. Ein Herzmuskel fängt nach einem Gefäßverschluss schon nach zehn bis 20 Minuten an abzusterben. Prof. Dr. Günter Görge: „Je früher es gelingt, das Gefäß wieder zu eröffnen, desto größer sind die Überlebenschancen. Zeit ist Leben!“
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