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Prostatakrebs - erste Anzeichen


Ihre Fragen beantwortet: OA Dr. Stephan Meessen

Besucher: Gibt es eine Therapie,die metastasierender Prostatakrebs auf benachbarte Lymphknoten noch nicht auf Kochen abgesehen von Hormontherapie und Chemotherapie wie z.B. moderne Immuntherapien, Viren gegen Krebs, Ernährungstechnisch(Prostasan,Säfte,Tee,Sport,positive geistige Einstellung u.s.w) ? Habe vor ca. 2 Jahren agressiven Prostatatumor entfernt bekommen,jedoch 6 Monate später PSA Anstieg 4fach alle 3 Monate ,jetzt Hormonbehandlung,spricht z.Z. sehr gut an. Bin jetzt 46 Jahre. Wie lange habe ich noch ? In der Regel sagt man, nach ca. 18 Monaten ist der Tumor hormonresistent. Also, kann ich überhaupt diese Tumorzellen vernichten? Mit der Hormonth., sind schon einige dieser Zellen vernichten worden oder nicht,das ist auch meine Frage? Vielen Dank für ev. neue Erkenntnisse oder Erfahrungen aus der Forschung zum Prostatakrebs ausgebrochen in jungen Jahren (44) M
OA Dr. Stephan Meessen: Ihre frage ob es beim in den Lymphknoten gestreuten Prostatatumor eine weitere effektive Therapie außer Chemotherapie und Antihormontherapie gibt oder geben wird werde ich versuchen zu beantworten. Im Bereich der Immuntherapie bewegt sich sehr viel derzeit. Der Vorstoß der Antikörpertherapien beim fortgeschrittenen Nierentumor hat Forscher und Kliniker dazu motiviert die recht unbefriedigende Therapie des Hormon- und Chemotherapieresistenten Prostatatumors neu zu betrachten. Aber auch im Bereich der Hormontherapien gibt es Bewegung. So wurde an der ASCO Konferenz 2009 ein neuartiger Androgenrezeptor-Antagonist MDV3100 präsentiert der in Phase II ermutigende Ergebnisse zeigte. Das Antisense-Oligonukleotid Custirsen wurde in einer Phase-II-Studie bei Prostatakarzinom in Kombination mit einer Standardchemotherapie nach Fortschreiten untersucht und bei der Jahrestagung 2009 der American Urology Association (AUA) präsentiert. Sie zeigen ein gutes Ansprechen, so daß die Substanz nun in Phase-III-Studien untersucht werden soll. Im selben Kongreß wurde das Ergebnis der Phase-III-Studie IMPACT: „Impfstoff“ Sipuleucel-T vorgestellt. Patienten, die den Wirkstoff erhielten, hatten einen Überlebensvorteil von 4,1 Monaten. Eine weitere Form der Immuntherapie ist die GVAX® Immuntherapie: Nach Isolierung aus Lymphknoten werden Dendritische Zellen aktiviert. Nach Antigen-Präsentation wird die Zerstörung von Tumorzellen durch körpereigene Killerzellen eingeleitet. GVAX Immuntherapie Studie VITAL I und II gegen Hormone unsensiblen, gestreutem, asymptomatischem Prostatkrebs soll einen Überlebensvorteil beweisen. Ein anderer Ansatz ist die IGF-IR Rezeptor Target-Therapie Endothelin-A Rezeptor Antagonisten entwickeln einen Anti-Tumor-Effekt durch Verhindern der Gefäßneubildung. Einer der Wirkstoffe ist Sunitinib Diese Ansätze und viele Anderen befinden sich im Studien Stadium. Bevor diese breiter angewandt werden können müssen sich diese Bewehren. Dann erst kann ein Einzug außerhalb von Studien in der Klinik vertreten werden.
Besucher: Guten Tag, Ich, 65 J. alt, bemerke seit fast 3 Jahren immer wieder deutliche Spuren von Blut in meinem Sperma. Unter Schwierigkeiten beim Wasserlassen leide ich schon seit über 25 Jahren. Eine Urin-Untersuchung vor 3 Jahren war negativ; PSA-Wert war 1,2; davor über viele Jahre zwischen 0,6 bis 1,2. Nehme einige Medikamente : Aspirin, Beta-Blocker und Simvastatin. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Prostata-Karzinoms ? Vielen Dank im Voraus.
OA Dr. Stephan Meessen: Haemospermie gennant.Sie ist meist harmlos, kann aber auch Zeichen einer Erkrankung sein, vor allem bei wiederholtem Auftreten. In den meisten Fällen ist eine Ursache nicht zu finden (50-70%). Ansonsten kommen in Frage: Prostatitis (entzündung der Prostata, 10%), benignes Prostatasyndrom (BPS, durch Stauung von Blutgefäßen, 10%), Urogenitaltuberkulose (5%) Spermatozystitis (Vesikulitis, Entzündung der Samenblasen) und andere Infektionen. Nur selten sind Tumoren (z.B. Prostatakarzinom), Verletzungen, Hypertonie (Bluthochdruck) oder weitere Erkrankungen können auch eine Hämospermie provozieren Wie Sie es beschreiben wurde bereits an ein Prostatatumor gedacht. Ihr PSA-Verlauf spricht eher gegen ein Prostatatumor.Ich gehe davon aus daß eine komplette Abklärung mit Palpation und Ultrashall erfolgt ist. Diese Ursache ist jedoch selten. Kann aber nicht genau Quantifiziert werden. Ihre Beschwerden beim Wasserlassen könnten Auf eine benignes Prostatasyndrom deuten. ( 10%) der Fälle. Auch Entzündungen sollten labortechnisch ausgeschlossen werden. Die Einnahme von Aspirin kann diese Blutungen auch unterhalten. Auch der hohe Blutdruck könnte zusammen mit Aspirin diese Blutungen provozieren
Besucher: Grüß Gott H. Dr. Meessen, gerne möchte ich auf Ihr Angebot zurückkommen (wir trafen uns zufällig im Mediamarkt) und ein persönliches Gespräch mit Ihnen führen, Thema: Inkontinenz. Vermutlich durch diesen Unfall im Neustadter-KH (Schlauch gerissen) hat sich jetzt nach > 2 Jahren keine nennenswerte Besserung ergeben. Ich konnte heute ein für mich sehr informatives Gespräch mit Ihrer Frau führen. Sie sprach von einer neuen Operationsmethode mit großem anhaltenden Erfolg. Dankeschön nochmals dafür. Ich bin nächste Woche bei Dr. Schuster zum "Schlitzen" im Klinikum Ludwigshafen. Wenn es Ihre Zeit ermöglicht, komme ich anschließend gerne, auch nach Saarbrücken, um eine weitere Vorgehensweise mit Ihnen zu besprechen. Mit freundlichen Grüßen
OA Dr. Stephan Meessen: Guten Tag, Meine Frau hat mich über Ihr Anruf informiert. Natürlich können Sie mich Dienstags oder Donnerstags besuchen, Ich bitte Sie dazu Frau Becker, unter der Nummer 0681963 2568 anzurufen. Was meine Frau angesprochen hatte war die Man-Sling der Firma AMS. Ob dieses für Sie in Frage kommt müßte untersucht werden. Fakt ist das die " Schlitzung bei Dr Schuster" anhalten muß. Es darf also nicht wieder zu gehen. Bei Dr Schuster sind Sie im Übrigen in guten Händen und können Ihm Grüße ausrichten Liebe Grüße Meessen
Klinikum Saarbrücken, Winterberg 1, 66119 Saarbrücken, Telefon 0681 / 963 – 0

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