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Macht Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs Sinn? Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 6500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Damit ist diese Krebsart die zweithäufigste von Frauen zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. Gebärmutterhalskrebs entsteht durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Ohne diese sexuell übertragbaren Viren entsteht praktisch kein Gebärmutterhalskrebs, allerdings heilen die meisten Infektionen spontan folgenlos aus. Frühzeitig erkannt kann der Gebärmutterhalskrebs gut behandelt und geheilt werden. So werden bei der Krebsvorsorgeuntersuchung über einen Abstrich Zellen vom äußeren Muttermund und vom Gebärmutterhals genommen und analysiert. Je nach Ergebnis werden lediglich Kontrollen, weiterführende Untersuchungen oder aber operative Eingriffe erforderlich. Ihre Fragen beantwortet: PD Dr. Dieter Mink
Besucher: Ich bin unschlüssig, ob ich meine Tochter (15 Jahre) impfen lassen soll. Man hört soviel über Nebenwirkungen der Impfung, außerdem gibt es noch keine ausreichenden Langzeiterfahrungen mit der Impfung.
Was raten Sie mir? PD Dr. Dieter Mink: die HPV-Impfung macht sehr wohl Sinn. Die Nebenwirkungen sind nicht anders als bei jeder anderen Impfung, Langzeiterfahrungen wird es naturgemäss erst in 10 oder 20 Jahren geben. In der Diskussion wird aus meiner Sicht unterbewertet, dass es nicht nur um (seltene) Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs geht, sondern auch um die (viel häufigeren) Krebsvorstufen, die auch sehr viel Sorgen bereiten und durchaus problematische operative Eingriffe nach sich ziehen können.
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