Bereich Zentral-OP


Standard im Klinikum Saarbrücken:
Mehrere Checklisten sorgen für
die Sicherheit im OP

Steriles Weiß ist im Operations-Trakt des Klinikums Saarbrücken Schnee von gestern. Die OP-Säle tragen frohe Farben: Kräftiges Rot, Kiwigrün und strahlendes Blau. Dennoch sind die OP-Räume funktionell gestaltet und mit modernster Technik ausgestattet.

Über 4000 OP-Minuten jeden Tag in neun OP-Sälen wollen geplant sein. Anästhesie-Chefarzt Privat-Dozent Dr. Konrad Schwarzkopf und OP-Manager Wolfgang Engel sind für die OP-Planung zuständig. Sie sorgen dafür, dass die OP-Kapazitäten optimal ausgelastet sind. Um das zu ermöglichen, werden die neun Operationssäle von allen Fachabteilungen genutzt - mit wenigen Ausnahmen: Eine mobile Röntgeneinrichtung erfüllt die besonderen Anforderungen von Orthopäden und Unfallchirurgen. Ein OP-Saal ist speziell für die Augenchirurgie ausgerichtet, ein anderer Saal ist mit Spezialgeräten der Neurochirurgie ausgestattet.

Die Anästhesiologie ist im Klinikum Saarbrücken für alle Narkosen zuständig, das sind immerhin 13-14.000 pro Jahr. In der Anästhesiesprechstunde besprechen unsere Anästhesisten vor jedem Eingriff die Narkose mit dem Patienten. Individuell abgestimmte Narkosekonzepte sorgen für einen  schmerzfreien und sicheren Eingriff. Das Klinikum war eines der ersten Lachgasfreien Krankenhäuser.

Maßnahmen zur Patientensicherheit

Damit keine Verwechslungen passieren, ist Patientensicherheit ein wichtiges Thema im OP-Bereich. Im Zentral-OP des Klinikums Saarbrücken gibt es seit geraumer Zeit Netze mit doppelten Böden für die Patientensicherheit.

So kommt jeder Patient schon mit einem Armband in den OP, auf dem sein Name und die Station, auf der er liegt, stehen. Trotz Armband wird er an der OP-Schleuse noch einmal nach seinem Namen gefragt. Zusätzlich werden an mehreren Stellen im Verlauf des Eingriffs mit Hilfe von Checklisten alle wichtigen Daten wie Name, Geburtsdatum, geplante Operation, Operationsseite usw. noch einmal kontrolliert. Liegt die Einverständniserklärung für die OP und die Narkose vor? Sind die richtigen Stellen für den Schnitt markiert, um eine Seitenverwechslung auszuschließen? Die Sicherheits-Checklisten gehen auf Standards der Weltgesundheitsorganisation, WHO, und des Aktionsbündnisses Patientensicherheit zurück und wurden auf die hiesigen Verhältnisse angepasst.

Direkt vor der Narkose wird eine weitere Checkliste durch den Anästhesisten abgearbeitet: Es wird noch einmal überprüft, ob eine Allergie vorliegt, ob es bekannte Risiken gibt und wie hoch der zu erwartende Blutverlust sein wird. Und auch der Operateur hält vor dem ersten Schnitt noch einmal inne, die OP-Pflege fragt noch einmal standardmäßig ab:

  • Haben wir hier den richtigen Patienten vor uns?

  • Hat die Anästhesie den Patienten für die OP freigegeben?

  • Welche Operation wird genau durchgeführt?

  • Wie lange dauert sie?

  • Ist der Patient korrekt gelagert?

  • Ist eine Antibiotikaprophylaxe erforderlich?

  • Sind alle benötigten Instrumentarien vollständig und einsatzbereit?

  • Liegt alles relevante Bildmaterial (z.B. Röntgenaufnahmen) bereit?


An dieser Stelle können von allen Seiten noch einmal Probleme genannt und kritische Punkte geklärt werden.

Auch vor dem Wundverschluss kommt eine Checkliste zum Einsatz: Sind alle Instrumente und Verbandsstoffe wieder entfernt? Wurde das entsprechende Gewebe zur Untersuchung entnommen?

Der Gewinn an Patientensicherheit überzeugt alle: Alle operierenden Fachabteilungen des Klinikums beteiligen sich an dem Verfahren.

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