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Cardiac-Arrest-Center


​Chefarzt Priv. Doz. Dr. Florian Custodis,
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie,
Spezielle Internistische Intensivmedizin,
Interventionelle Kardiologie, Lipidologe
(DGFF ®)

​Deutschlandweit werden prähospital, d.h. außerhalb des Krankenhauses, pro Jahr ca. 75.000 kardiopulmonale Reanimationen durchgeführt. Im Saarland erleiden jährlich rund 1000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand, der durch den Rettungsdienst behandelt wird. Die Behandlung  solcher Patienten stellt eine der entscheidenden Herausforderungen an die heutige Medizin dar, denn trotz aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten bedeutet ein Herz-Kreislauf-Stillstand immer akute Lebensgefahr.

Um die Überlebenschance solcher Patienten zu erhöhen, müssen sämtliche Glieder der sogenannten Rettungskette eng „verzahnt" miteinander arbeiten. Neben der Behandlung durch den Rettungsdienst spielt die Behandlung im Krankenhaus eine entscheidende Rolle. Hier bedarf es einer reibungslosen Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch eine optimale interdisziplinäre Zusammenarbeit und durch Bündelung von Fachkompetenz die Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand optimiert und die Überlebenschancen deutlich gesteigert werden können.

Als erstes Krankenhaus im Saarland eröffnet das Klinikum Saarbrücken daher ein sogenanntes „Cardiac-Arrest-Center", ein Kompetenzzentrum für Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand. Hoch-professionell und rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr wird so die bestmögliche Versorgung für Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand durch standardisierte Behandlungsabläufe garantiert.

 

Erstversorgung in der Notaufnahme

Zentrale Aufnahmestelle von Herzstillstand-Patienten im Klinikum Saarbrücken ist die Notaufnahme. Bereits vor der Ankunft – mit Anmeldung durch die Rettungsleitstelle– werden hier standardisierte Prozessabläufe initialisiert. Ein interdisziplinäres Team aus Kardiologen, Notfall- und Intensivmedizinern steht bereit, um zügig die Erstversorgung zu übernehmen. Darüber hinaus stehen außerdem Ärzte aus allen im Klinikum Saarbrücken vertretenden Fachabteilungen wie z.B.  der Neurologie oder der Unfallchirurgie zur Verfügung.

 

Weiterführende Therapie

Da Erkrankungen des Herzens, wie z.B. ein akuter Herzinfarkt, zu den häufigsten Gründen für einen Herz-Kreislaufstillstand zählen, steht eine Behandlung mittels Herzkatheter rund um die Uhr zur Verfügung. Um den Kreislauf zu stabilisieren, können mechanische Herzunterstützungssysteme implantiert werden oder eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) eingeleitet werden. Die frühzeitige Einbindung der Neurologie und die Planung weiterer therapeutischer und rehabilitativer Maßnahmen sind weitere notwendige Grundvoraussetzungen, um die Chance auf ein Überleben ohne Folgeschäden zu erhöhen.

 

Fortbildung und Entwicklung

Ziel des Cardiac-Arrest-Centers ist die bestmögliche Versorgung von Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand durch standardisierte Behandlungsabläufe, die sich am modernsten Stand klinischer Wissenschaft  orientieren und einem stetigen Evaluationsprozess unterzogen werden.

Um ständig ein hohes Niveau medizinischer Qualität zu gewährleisten, finden in regelmäßigen Abständen Teamtrainings statt, an denen alle an der Versorgung beteiligten Fachgruppen teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei neben medizinischen auch psychologische und kommunikative Fähigkeiten der Teammitglieder.

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