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Krebstherapie

 


Wir führen alle etablierten und anerkannten Operationsverfahren durch (z.B. offene Schnittoperation, laparoskopische Operationen, sogenannte Schlüssellochoperationen), alle Formen der medikamentösen Therapien (Zytostatika-, Hormon- und Immuntherapie) sowie Strahlentherapie.

 


Prostatakarzinom

Was ist zu tun bei Karzinomverdacht?
Bei Prostatakrebsverdacht werden sonografisch gesteuert mindestens 12 Proben aus definierten Bereichen der Prostata und der Prostatakapsel (Apex, Mitte, Basis) entnommen.

Siehe auch: Prostatabiopsien durch MRT/Ultraschall-Fusion und Elastographie


Was ist zu tun beim Nachweis eines Prostatakarzinoms?
Im Frühstadium (Karzinom auf das Organ Prostata beschränkt, eine Absiedlung von Töchtergeschwulsten liegt noch nicht vor) ist eine Heilung möglich durch die radikale operative Entfernung der Prostata im Gesunden oder durch die Strahlentherapie.

Bei PSA-Werten (PSA=Tumormaker im Blut bei Prostatakrebs) über 10 erfolgt darüber hinaus noch eine spezielle Knochenuntersuchung (Knochenszintigramm) zum Ausschluss von Knochenmetastasen.

Lymphknotenentfernung
Zur Abklärung, ob der Prostatakrebs bereits Tochtergeschwülste in den Lymphknoten gebildet hat, müssen die Lymphknoten im kleinen Becken entfernt und untersucht werden. Diese Operation kann im Rahmen der Prostataentfernung komplikationsarm und schonend durch Laparoskopie (Schlüssellochoperation) durchgeführt werden. Dies bedeutet rasche Genesung und geringe Wundschmerzen.

Die operative Entfernung der kompletten Prostata einschließlich des Karzinoms, der Prostatakapsel und der Samenblasen wird standardmäßig laparoskopisch durchgeführt. In bestimmten Fällen ist eine offene Operation erforderlich:

- Laparoskopische radikale Prostatovesikulektomie (Entfernung von Prostata und Samenblasen) und Lymphadenektomie: 

Es handelt sich hierbei um ein sehr schonendes Verfahren (Schlüssellochchirurgie), bei dem gute Ergebnisse hinsichtlich Genesung, Blutverlust und Kontinenzrate zu erwarten sind.

- Radikale retropubische Prostatovesikulektomie (Entfernung der Prostata durch einen größeren Unterbauchschnitt):

Bei Gründen, die gegen die laparoskopische Durchführung des Eingriffs sprechen (zum Beispiel obstruktive Lungenerkrankungen, ausgeprägte Narbenbildung im Unterbauch oder bei sehr großer Prostata),  kann der Eingriff als offene Schnittoperation über einen Unterbauchschnitt erfolgen. 


Blasenkarzinom

Transurethrale Resektion des Karzinoms (TUR-B):
Elektroresektion der Blasentumoren durch die Harnröhre ohne Bauchschnitt. Um die zuverlässige Identifizierung auch kleinster Karzinome sicher zu stellen, können diese durch Hexaminolaevulinat angefärbt und mittels fotodynamischer Diagnostik sicher identifiziert werden. Bei oberflächlichen Karzinomen ist die transurethrale Elektroresektion die Therapie der ersten Wahl. Mit ihr ist die Heilung des Karzinomleidens möglich.

Blasenentfernung und Harnableitung:
In den Fällen, in denen aufgrund der Ausdehnung und der Wachstumstiefe des Karzinoms eine komplette Entfernung der Blase notwendig wird, bieten wir verschiedene Arten der Harnableitung an. Als besonders sichere Harnableitung bieten wir das Ileum-Conduit an. In besonderen Fällen kann bei geprüfter Indikation auch eine kontinente Harnableitung mittels Neoblase (Ersatzblase bei Mann und Frau) erfolgen. Beide Verfahren garantieren den höchstmöglichen Erhalt an Lebensqualität.



Nierenzellkarzinom

Ziel ist die radikale Entfernung des Karzinoms im Gesunden. Große Karzinome erzwingen die komplette Entfernung der Niere. Bei Karzinomen bis maximal 6 cm Durchmesser und bei anatomisch günstiger Lage erfolgt die Karzinomentfernung im Sinne einer Nierenteilresektion im Gesunden bei Organerhaltung. Dies ist insbesondere die Therapie der Wahl bei Einnierigkeit. Die Nierenentfernung und auch die Nierenteilresektion wird, wenn möglich, durch laparoskopische Operationsverfahren (Schlüssellochoperation) durchgeführt.



Nierenbeckenkarzinom, Harnleiterkarzinom

Ein Nierenbeckenkarzinom oder Harnleiterkarzinom wird radikal chirurgisch durch die komplette Entfernung von Niere und Harnleiter unter Mitnahme einer Blasenmanschette operiert. Angeboten wird hier die radikale Schnittoperation bzw. die laparoskopische Schlüssellochoperationstechnik, ggf. auch mit endoskopischer Harnleiterentfernung. Bei oberflächlichen, nicht in die Tiefe infiltrierenden Harnleiterkarzinomen kann auch unter sorgfältiger Abwägung der Heilungschancen eine Teilresektion des Harnleiters mit End-zu-End-Anastomose durchgeführt werden.



Nebennierentumor, Nebennierenkarzinom

Die operative Entfernung von Nebennierentumoren und Nebennierenkarzinomen erfolgt in der Regel laparoskopisch durch die Schlüssellochoperation.


Hodentumor

Bei Verdacht und/oder Vorliegen eines Hodenkrebses erfolgt die Freilegung und ggf. die Entfernung des Hodens durch einen Leistenschnitt. Die weitere Therapie des Hodenkarzinoms richtet sich nach der histologischen Klassifizierung und nach den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Urologie. Die retroperitoneale Lymphadenektomie (radikal oder modifiziert) wird, wenn immer möglich, durch die laparoskopische Operation (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt. Die verschiedenen Formen der Zytostatikatherapie erfolgen durch die urologische Klinik.



Seltene Tumorerkrankungen

Auch bei selteneren Tumorerkrankungen wie der des Penis oder des Retroperitoneums besteht große Behandlungserfahrung. Zur Diagnosestellung und Therapie werden bei Retroperitonealtumoren zunehmend laparoskopische Operationstechniken (Schlüssellochchirurgie) angewandt.



Medikamentöse Krebstherapie

Wir führen bei allen urologischen Krebserkrankungen, die durch alleinige Radikaloperation nicht heilbar sind, moderne medikamentöse Therapien nach den neuesten Leitlinien durch.


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