Rapid Arc

 

Rotationsbestrahlung

Hierbei handelt es sich um die konsequente Weiterentwicklung der IMRT-Technik. Im Gegensatz zur IMRT, wo viele Einzelfelder nacheinander bestrahlt werden, um den intensitätsmodulierenden Effekt zu erreichen, wird bei der Rapid-Arc-Technik eine sogenannte Bogen- oder Rotationsbestrahlung durchgeführt. Hierbei wird die Zielregion unter kontinuierlicher Rotation des Bestrahlungsgerätes bestrahlt. Die in dem Zielgebiet verabreichte Dosis pro Bestrahlungssitzung kann den Notwendigkeiten optimal angepaßt werden und das umliegende gesunde Gewebe sehr gut schonen. Es besteht die Möglichkeit, innerhalb der Zielregion Teilabschnitte zu definieren, die gewollt mit höherer Dosis bestrahlt werden (simultan integrierter Boost).

Dieser während der Drehbewegung erreichte volumetrische Modulationseffekt wird durch die wahlweise Änderung der Form des Bestrahlungsfeldes (bewegliche MLC), die während der Drehbewegung änderbare Leistung des Beschleunigers und die Rotationsgeschwindigkeit des Bestrahlungsgerätes erzielt. Im Regelfall sind eine oder zwei Bogenbestrahlungen oder auch Teilbögen erforderlich. Die Bogenbestrahlung ist auch mit der herkömmlichen Stehfeldtechnik kombinierbar. Die grundsätzlich bei IMRT-Techniken notwendige lange Behandlungszeit wird durch die Rotationsbestrahlung erheblich verkürzt bei gleichem Effekt, sodass die Patienten wesentlich kürzer bei der einzelnen Bestrahlung im Bestrahlungsgerät liegen müssen. Dies ist zum Vorteil z.B. bei Patienten mit Kopf-, Halstumoren, die mit einer  starren Maske fixiert werden müssen.

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