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Wie läuft eine Gefäßdarstellung ab?

 

  1. Die angiographische Untersuchung erfolgt zumeist über die Leiste, wenn sich hier die Beinarterie gut tasten lässt. Alternativ kann in bestimmten Fällen eine Untersuchung über den Arm, meist in der Ellenbeuge, erfolgen.

  2. Nach einer Rasur der Leistenregion wird diese desinfiziert (ähnlich wie bei einer Blutentnahme).

  3. Es folgt das Abdecken mit sterilen Tüchern, wobei der Kopf des Patienten frei bleibt.

  4. Örtliche Betäubung der Leistenregion.

  5. Punktion des Gefäßes.

  6. Einbringen eines weichen, biegsamen Führungsdrahtes in das Gefäß.

  7. Einbringen des Katheters über den Draht, evtl. vorher Einbringen einer Schleuse (d.h. eines Röhrchens), über die der Katheter gut gewechselt werden kann.

  8. Darstellung der Gefäße mittels Kontrastmittel in der sogenannten Subtraktionstechnik (DSA).

  9. Entscheidung über eine Intervention (Aufdehnen von Gefäßen, Stenteinlage, Lyse etc.). Zur genauen Therapieplanung wird ggf. die mitbehandelnde Klinik (z.B. Gefäßchirurgie, Neurochirurgie etc.) zur interdisziplinären Beratung hinzugezogen.

  10. Nach Beendigung der Untersuchung wird in den meisten Fällen der Katheter sofort entfernt und das Gefäß in der Leiste etwa zwanzig Minuten lang durch den Röntgenarzt komprimiert, damit sich der Stichkanal verschließen kann. In besonderen Fällen kann auch ein sog. Verschlusssystem eingebracht werden, welches die Gefäßwand im Bereich des Schichtkanals mit einem Kleber bzw. einem Propfen verschließt.

  11. Danach kann ein Druckverband angelegt werden, der je nach Angaben des Arztes meistens vierundzwanzig Stunden verbleibt. Während dieser Zeit muss der Patient wegen des Risikos einer Blutung aus dem Stichkanal strenge Bettruhe (!) einhalten.

  12. Nach der vom Arzt angegebenen Zeit kann der Druckverband abgenommen werden, und der Patient kann langsam aufstehen. Das Risiko einer Blutung ist dann nur noch gering.

  13. Ein blauer Fleck (Hämatom) im Bereich der Einstichstelle und/oder in der Leistengegend kann gelegentlich auftreten und ist nicht gefährlich.

  14. Wenn eine Gefässtütze (Stent) implantiert wurde, erhalten Sie einen Implantatepass ausgehändigt.

  15. Jedem Patienten wird direkt ein Kurzbefund mit Nachsorgebogen für die Station mitgegeben. 

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