> Klinikum > Fachabteilungen > Radiologie > Behandlungsmethoden (Interventionen)

Behandlungsmethoden (Interventionen)

 

Welche Behandlungsmethoden können vorgenommen werden?

 

1) Aufdehnen von Engstellen mittels Ballonkathetern (PTA= percutane transluminale Angioplastie) und falls erforderlich Einbringen von Gefäßstützen (Stents), wenn die alleinige Ballondilatation die Stenose nicht beseitigen kann. An welchen Gefäßen können diese Interventionen durchgeführt werden?

  • Bauchhauptschlagader (Aorta)
  • Becken-Bein-Arterien einschließlich der Unterschenkelgefäße
  • Halsarterien (Carotiden) und intrakranielle Hirngefäße
  • Nierenarterien
  • Armarterien
  • große Darmarterien

2) Lokale Lyse über einen Katheter, um gezielt thrombotische Verschlüsse mit Medikamenten aufzulösen. Alternativ können heute mechanische Entfernungen mit Absaugtechniken, oder Entfernen mit Fangkörbchen und Reusen durchgeführt werden. Auch können alte Gefässverschlüsse ausgeschält werden. Siehe auch neue Behandlungsmethoden.

3) Stillung von Blutungen bei Tumoren, ausgedehnten entzündlichen Veränderungen oder bei Gefässverletzungen. Die verwendeten Materialien sind kleine Partikel (Acrylpolymere), kleine Platinspiralen, Flüssigkleber und moderne Embolisate wie Onyx.

4) Verschließen von Kurzschlussverbindungen (AV-Fisteln) mit Platinspiralen, speziellen Okkludern oder Flüssigembolisate.

5) Transarterielle Chemoembolisation von Lebertumoren (TACE). Hier wird das Chemotherapeutikum über einen dünnen Katheter direkt in den Tumor gegeben und die Tumorgefäße anschließend verschlossen. Hierdurch lässt sich die Menge des Chemotherapeutikums deutlich reduzieren mit konsekutiv geringerer Nebenwirkungsrate, bei gleichzeitig deutlich stärkerer Wirkung im Tumor. Bei Gabe über eine Armvene sind wesentlich größere Mengen erforderlich.

6) Verschluss (Embolisation) von Gefäßmissbildungen (Gefäßmalformationene) in allen Körperabschnitten mit Klebern, speziellen Embolisaten, Partikeln und Spiralen

7) Aufdehnen von Verengungen in Dialyseshunts mittels Ballonkathetern.

8) Bestrahlung der Gefäße von innen in Zusammenarbeit mit unserer strahlentherapeutischen Klinik, wenn sich nach mehreren Dilatationen die Stenose immer wieder ausbildet (endovasale Brachytherapie).

9) Es werden ferner zahlreiche Spezialverfahren und neue Behandlungsmethoden einschließlich venöser Interventionen sowie spezielle Behandlungsmethoden im Kopf-/Halsbereich und im Wirbelsäulenbereich (sog. neuroradiologische Interventionen) durchgeführt.

Stents.jpg 

Drucker
Klinikum Saarbrücken gGmbH | Winterberg 1 | 66119 Saarbrücken | Telefon: 0681 / 963-0 | Telefax: 0681 / 963-2600
Copyright 2015 | Impressum