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Vaskuläre Neurochirurgie

 

Die vaskuläre Neurochirurgie beschäftigt sich vorwiegend mit der Behandlung von intracerebralen Blutungen und Subarachnoidalblutungen.  

 

Intracerebrale Blutungen:
Intracerebrale Blutungen treten innerhalb des Hirngewebes auf. Eine der Hauptursachen ist oft ein nicht bekannter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck. Auch bei Patienten,die mit Medikamenten behandelt werden, die die Blutgerinnung beeinflussen (z.B. Marcumar) treten diese Blutungen gehäuft auf. Weitere Ursachen, insbesondere bei den sogenannten atypischen Lokalisationen können auch arterio-venöse Malformationen (AVM oder Angiom) oder Aneurysmen sein.
Bei der Lokalisation der Blutung ist die Unterscheidung zwischen Blutungen im Großhirn, Kleinhirn oder Hirnstamm von besonderer Bedeutung, da hiervon die operativen Behandlungsmöglichkeiten entscheidend beeinflusst wird. Blutungen im Großhirn können sehr häufig konservativ behandelt werden und werden meist nur bei raumfordernden Effekt operiert. Blutungen im Kleinhirn können häufig mit gutem klinischen Ergebnis operativ behandelt werden. Blutungen im Hirnstamm sind meistens einer Operation nicht zugängig. Die Chancen einer Operation hängen jedoch in fast allen Fällen vom klinischen Zustand ab. Die Entscheidung zur Operation wird in unserer Klinik interdisziplinär mit den Neurologen der Stroke-Unit gestellt.

Subarachnoidalblutung:
Eine Subarachnoidalblutung (SAB) ist eine Blutung unterhalb der Spinnwebenhaut (Arachnoidea), die das Gehirn umgibt. Die Hauptursache der nichttraumatischen Subarachnoidalblutung sind Aussackungen der Blutgefässe des Gehirns, sogenannte Aneurysmen. Diese treten in der Bevölkerung mit einer Häufigkeit von etwa einem Prozent auf. Die Blutungswahrscheinlichkeit ist abhängig von der Grösse und Lokalisation des Aneurysma. Typisch für eine Subarachnoidalblutung ist das akute Auftreten von sehr starken Kopfschmerzen. In diesem Fall ist eine sofortige Diagnostik indiziert. Heute erfolgt die Diagnose in der Regel mit einer Computertomographie-Untersuchung (CT) des Kopfes. Nach Nachweis der Subarachnoidalblutung mit dem „normalen“ CT, erfolgt in unserer Klinik die unmittelbare Durchführung eines Gefäss-CT (Angio-CT). Hierzu steht ein hochmodernes 64-Zeilen CT-Gerät rund um die Uhr zur Verfügung. Mit Hilfe einer speziellen Software ist eine dreidimensionale Darstellung des Aneurymas möglich (s. Bild). Nach Eintreffen des Patienten in die Klinik mit Verdacht auf Subarachnoidalblutung ist so in der Regel innerhalb von 30 Minuten die Diagnose und gegebenenfalls auch der Aneurysmanachweis möglich. Zur Gewinnung weiterer Informationen, insbesondere das Flussverhalten des Blutes betreffend, wird zusätzlich eine sogenannte konventionelle Angiographie durchgeführt. In Abhängigkeit von der Lokalisation und Konfiguration des Aneurysmas wird interdiszplinär zwischen Neuroradiologen und Neurochirurgen die bestmögliche Therapieoption festgelegt und mit dem Patienten und Angehörigen besprochen. Dies betrifft eine mögliche Operation (Aneurysmaclippung) oder interventionelle Behandlung (Coiling).

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