Hirntumoren

 


Dabei handelt es sich um Meningeome, hirneigene Tumoren(Gliome) und hirnfremde Metastasen.

Meningeome:
Meningiome machen etwa 25 Prozent aller Geschwülste im Schädelinneren aus. Jährlich erkranken etwa sechs von 100.000 Einwohnern, Frauen mehr als doppelt so häufig wie Männer. Meningeome treten vor allem zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr auf, der Altersgipfel der Erkrankung liegt zwischen dem sechsten und siebten Lebensjahrzehnt. Meningeome (von lat. Meninx = die Hirnhaut) sind im Allgemeinen langsam wachsende, gutartige Tumore, die von den Hirnhäuten des zentralen Nervensystems (ZNS) ausgehen. Meningeome liegen meist an der harten inneren Hirnhaut und können, umgeben von einer Kapsel, verdrängend sehr langsam wachsend, das benachbarte Hirngewebe sehr stark komprimieren. In den meisten Fällen "respektiert" das Meningeom die Grenze zum Gehirn und infiltriert dieses nicht, noch bildet es Tochtergeschwülste (Metastasen).
Die Therapie besteht bei raumfordernden Meningeomen in der operativen Entfernung, bei sehr kleinen Meningeomen kann zunächst abgewartet werden. Sehr selten ist eine zusätzliche Behandlung in Form einer Bestrahlung notwendig.


Hirneigene Tumore:
Die häufigsten primären Tumoren des Gehirns gehen von den Stützzellen des zentralen Nervensystems aus, den sogenannten Gliazellen (Astrozyten, Oligodendrozyten und Ependymzellen) und heißen Gliome. Diese Tumoren werden nach einer Klassifikation eingeteilt, Grad I-IV.
Primäres Behandlungsziel ist es, den Tumor zu entfernen. Um das Operationsrisiko der Patienten möglichst niedrig zu halten, werden während der Operation verschiedene Hilfsmittel, wie z.B. die Neuronavigation, das intraoperative Monitoring mit evozierten Potentialen oder die bessere Darstellung des Tumors mit einem fluoreszierenden Farbstoff angewandt. So kann das kranke vom gesunden Hirngewebe deutlich unterschieden werden. Die Neuronavigation dient der exakten Lokalisation und Planung des Zugangs zum Tumor sowie bei kleineren tief gelegenen Prozessen der Kontrolle der Radikalität der Tumorentfernung.
Mit der Ableitung von evozierten Potentialen können während der Operation, in Narkose spezifische Funktionen, wie z.B. die Kraft, das Hören, die Mimik des Gesichts etc. überwacht werden.
Bei manchen Hirntumoren ist eine große Tumoroperation nicht möglich oder nur mit einem sehr hohen Risiko für den Patienten machbar. Bei diesen Patienten wird dann zunächst eine Probeentnahme durchgeführt. Nach Diagnosestellung kann dann eine weitere Behandlung z.B. in Form einer Bestrahlung und/oder Chemotherapie angeschlossen werden.
Die Behandlung der Hirntumore stellt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurochirurg, Pathologen, Strahlentherapeut, Onkologen und den weiterbehandelnden Hausärzten und Neurologen dar.


Metastasen:
Metastasen sind Absiedlungen von Tumoren anderer Organe, die jedoch im Gehirn sehr rasch zu Symptomen führen können, da durch die geschlossene Schädeldecke wenig Raum zur Ausdehnung des Tumors vorhanden ist. Primäres Behandlungsziel stellt auch bei den Metastasen die operative Entfernung derselben dar. Bei tiefer gelegenen Metastasen kommt eine alleinige Bestrahlungstherapie in Frage.
Immer stellt die Behandlung von zerebralen Metastasen eine interdisziplinäre Herausforderung dar. Neurochirurg, Strahlentherapeut, Onkologe und Pathologe müssen eng zusammen arbeiten. Dies bietet das Klinikum Saarbrücken alles unter einem Dach.

Drucker
Klinikum Saarbrücken gGmbH | Winterberg 1 | 66119 Saarbrücken | Telefon: 0681 / 963-0 | Telefax: 0681 / 963-2600
Copyright 2015 | Impressum