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Operative Schmerztherapie

 


Ein weiteres Tätigkeitsgebiet der neurochirurgischen Klinik liegt in der operativen Schmerztherapie. Dies beinhaltet neben der Diagnostik vor allem die Behandlung chronischer Schmerzerkrankungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Schmerzklinik und den entsprechenden Fachbereichen sowie den niedergelassenen Kollegen. Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte haben sich im Zuge neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zunehmend mehr Therapiemöglichkeiten entwickelt, die bei sorgfältiger Patientenuntersuchung und -auswahl die Aussicht auf eine Linderung der ansonsten mit Medikamenten nicht beherrschbaren Schmerzen bieten. Die Wirkungsweise ist noch nicht für jedes Verfahren erforscht, die Wirksamkeit jedoch abhängig von der Art der Schmerzerkrankung mit einer gewissen Sicherheit vorauszusagen.

Und diese Therapien bieten wir an:

Ÿ Epidurale Rückenmarkstimulation (spinal cord stimulation  =  SCS)

Ÿ Periphere Nervenstimulation (peripheral nerve stimulation = PNS)

Ÿ Intrathekale Medikamententherapie mittels implantierbaren Pumpensystemen

Ÿ Blockadeverfahren bei chronischen Wirbelsäulen- und Nervenwurzelbeschwerden

Ÿ Therapieverfahren bei der Trigeminusneuralgie (Thermokoagulation, Kryoläsion des Ganglion Gasseri, mikrovaskuläre Dekompression n. Jannetta)

Bei der Vorstellung wird anhand der Anamnese und der klinisch neurologischen Untersuchung das individuell geeignete und jeweils beste Therapieverfahren für den Patienten gewählt. Bei den o. a. Verfahren mit Stimulation über Elektroden oder dem Einbringen von Medikamenten in das Hirn- oder Nervenwasser ist in der Regel eine mehrtägige Testphase notwendig, um den Effekt der jeweiligen Methode auf die Schmerzen abzuschätzen. Dies wird in Zusammenarbeit mit der Schmerzklinik in unserem Hause getestet. Sollte der Schmerz gut behandelt werden können, so wird das System implantiert. Nach erfolgter Implantation des Stimulationssystems werden die Patienten in die Handhabung des Patientenhandgerätes eingewiesen. So sind die Patienten eigenständig, wenn es um ihre Schmerztherapie geht.

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