Operationsverfahren

 

Grundsätzlich werden zwei unterschiedliche operative Verfahren unterschieden. Die rein restriktiven Operationsverfahren vermindern nur die Nahrungszufuhr (z.B. Magenband). Bei den sogenannten kombinierten (restriktiv und malabsorptiven) Verfahren wird sowohl die Nahrungszufuhr als auch die Nahrungsaufnahme (bzw.- resorption) im Darm eingeschränkt (z.B. Magenbypass). Dies wird durch die operative Ausschaltung von bestimmten Darmabschnitten erreicht.

Vor und nach der Operation werden Sie intensiv von Ernährungsspezialisten begleitet und individuell beraten. Neben medizinischen Voraussetzungen sind der Wille und die Erkenntnis, auch nach der Operation dauerhaft vor allem das Ess- und Bewegungsverhalten zu ändern, entscheidend für eine erfolgreiche operative Therapie.

Wir bieten sämtliche operative Verfahren zur Gewichtsreduktion in minimal invasiver Technik an.

 

Schlauchmagen (Sleeve gastrectomy)

Schlauchmagen.jpg

Bei diesem Operationsverfahren entfernen wir einen großen Teil des Magens. Übrig bleibt ein etwa 2-3cm dicker schlauchförmiger Restmagen mit geringerem Füllungsvolumen. Somit können Sie nur wenig Nahrung auf einmal zu sich nehmen und fühlen sich schneller satt. Gleichzeitig wird durch die Teilentfernung des Magens viel weniger vom „Hungerhormon“ Ghrelin freigesetzt, so dass auch das eigentliche Hungergefühl nach der OP deutlich reduziert ist.

 

 

 

Magenbypass

Magenbypass.jpg 

Der Magen wird hierbei in zwei Teile getrennt: einen kleinen „Vormagen“ und in den größeren Restmagen. Zusätzlich wird der Dünndarm funktionell verkürzt und mit dem „Vormagen“ neu verbunden und damit so umgeleitet, dass sich die Nahrung und die Verdauungssäfte erst im mittleren Dünndarm vermengen. Die Nahrungsaufnahme in den kleinen „Vormagen“ und die Nahrungsverwertungsstrecke im Dünndarm werden hierdurch deutlich reduziert.

 

 

Magenband (gastric banding)

Magenband.jpg

Während einer Bauchspiegelung wird ein weiches Kunststoffband um den oberen Teil des Magens gelegt. Der Magen hat nun die Form einer Sanduhr. Bei den Mahlzeiten sammelt sich schnell die Nahrung im oberen kleineren Magenanteil und wird nur langsam in den unteren Magen weitergeleitet. Daher fühlen Sie sich schneller und für längere Zeit satt. Im Magenband ist ein kleiner Ballon integriert, der mit Flüssigkeit aufgefüllt (verstellt) werden kann. So kann der Durchlass reguliert und damit die Nahrungsaufnahme gesteuert werden.

 

 

Magenballon

Magenballon.jpg 

Der Magenballon wird während einer Gastroskopie in den Magen eingebracht. Wenn der Ballon im Magen entfaltet ist, simuliert er eine Füllung des Magens. So wird ein Sättigungsgefühl erzeugt. Es ist unumgänglich, das Ess- und Bewegungsverhalten entsprechend umzustellen. Das System sollte nicht länger als 6 - 8 Monate im Magen verbleiben. Entfernt wird der Ballon ebenfalls mittels Endoskopie.

 

 

Drucker
Klinikum Saarbrücken gGmbH | Winterberg 1 | 66119 Saarbrücken | Telefon: 0681 / 963-0 | Telefax: 0681 / 963-2600
Copyright 2015 | Impressum