03.12.2015

Wenn die Halsschlagader verengt ist, droht ein Schlaganfall

Vortrag von PD Dr. Thomas Petzold, Chefarzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie und des zertifizierten Gefäßzentrums, Klinikum Saarbrücken am 10. Dezember 2015, 19:00 Uhr in der Rathausgalerie, Rathaus Riegelsberg, Saarbrücker Str. 31 

Jährlich erleiden in Deutschland rund 250 000 Menschen einen Schlaganfall. Bei 25 bis 30 Prozent der Betroffenen ist die Ursache eine Durchblutungsstörung der Halsschlagader. Dabei sind vor allem Menschen gefährdet, die rauchen, an hohem Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder erhöhten Blutfetten leiden.  Kalk- und fetthaltige Gefäßwandeinlagerungen (Plaques) haben die Halsschlagader über die Jahre immer stärker eingeengt.

Solche Verengungen lassen sich gut im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung nachweisen. Die Gefahr bei einer fortgeschrittenen Arteriosklerose ist, dass sich diese „Plaques" ablösen können und die winzig kleinen Gefäße im Gehirn verstopfen – so entsteht ein Schlaganfall. Oder es bilden sich an den Engstellen Blutgerinnsel, die zu einem akuten Verschluss der Halsschlagader führen und so einen Schlaganfall auslösen können.

Warnzeichen sind unter anderem vorübergehende Seh- oder Sprachstörungen, Schwindelanfälle oder Lähmungserscheinungen in Armen oder Beinen.

Wird im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung eine Engstelle diagnostiziert, so hängt es von deren Ausmaß ab, ob sie (noch) medikamentös behandelt werden kann. Ist die Halsschlagader mehr als 70 Prozent eingeengt, muss die Stenose beseitigt werden – hierzu gibt es effektive und schonende Methoden wie z.B. eine Ballondilatation mit Stentimplantation (Gefäßstütze) oder eine Operation.

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