16.04.2013

Vortrag: Chronischer Schmerz und das Gehirn

 

Im Rahmen der Vortragsreihe �Gesundheit im Dialog 2013� geht Prof. Dr. Karl-Heinz Grotemeyer, Chefarzt der Klinik f�r Neurologie, am Donnerstag, 18. April 2013, 17 Uhr in der Stadtbibliothek Saarbr�cken auf den chronischen Schmerz und die Rolle des Gehirns ein.

Die G�rtelrose ist l�ngst abgeheilt, man sieht nichts mehr, aber es brennt an diesen Stellen noch bei Ber�hrung wie Feuer. Der Schmerz ist geblieben. Der Betroffene ist kein Simulant. Schmerz kann sich verselbstst�ndigen. Und das passiert so: Sendet eine Nervenzelle �ber Wochen Schmerzimpulse an das Gehirn, so ver�ndert sich der Eingangsspeicher im Gehirn. Es lernt �optimierte Schmerzwahrnehmung�.  Das Gehirn kann nur eines - lebenslang lernen. Mehr ist auch hier nicht passiert, das Gehirn hat etwas �Neues� gelernt. Selbst urspr�nglich neutrale Reize wie W�rme, Ber�hrung oder Dehnung werden dann �fehlinterpretiert�.

Um chronische Schmerzen zu therapieren, bedarf es keiner Schmerzmittel - oft verschlimmern sie sogar das Ganze - sondern Medikamente, die die Schmerzwahrnehmung ver�ndern. Gleichzeitig muss der Betroffene sich auch darauf einlassen, sich vom Schmerz �ablenken� zu lassen. Die Therapie geht hier nur noch unter Mitarbeit des Betroffenen, denn er muss auch wollen, dass sein Gehirn die Schmerzen aktiv wieder �verlernt�. Um zu verhindern, dass Schmerzen chronisch werden und das Schmerzged�chtnis gar nicht erst �anspringt�,  m�ssen akute Schmerzen ernst genommen und fr�hzeitig konsequent behandelt werden.

Prof. Dr. Karl-Heinz Grotemeyer steht nach seinem Vortrag f�r Fragen zur Verf�gung.

Kooperationspartner der Vortragsreihe sind neben der Stadtbibliothek Saarbr�cken die Kontakt- und Informationsstelle f�r Selbsthilfe im Saarland (KISS), die Unabh�ngige Patientenberatung Saarbr�cken, die Volkshochschule und das Gesundheitsamt des Regionalverbandes, die Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsf�rderung im Saarland (LAGS), der �rzteverband des Saarlandes, der Verband der Ersatzkassen, die Deutsche Herzstiftung und SR 3 Saarlandwelle.

Der Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Anzahl der Pl�tze ist auf 70 begrenzt.

Ein Programm der Vortragsreihe finden Sie unter www.klinikum-saarbruecken.de.

Drucker
Klinikum Saarbrücken gGmbH | Winterberg 1 | 66119 Saarbrücken | Telefon: 0681 / 963-0 | Telefax: 0681 / 963-2600
Copyright 2015 | Impressum