12.01.2017

Vom Amt zur GmbH

Klinikum Saarbrücken seit 25 Jahren Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Kurze und schnelle Entscheidungswege – ob bei Stellenbesetzungen, bei Baumaßnahmen oder bei Beschaffungen – das wollten die Verantwortlichen, als das Klinikum Saarbrücken vor 25 Jahren, zum 1.1.1992, von einem Stadtamt in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) umgewandelt wurde. Von der Entscheidung profitieren bis heute die Bürgerinnen und Bürger in Saarbrücken und der Region. Denn damit waren die damaligen „Städtischen Krankenanstalten Winterberg" und das Klinikum Kassel die beiden ersten kommunalen Krankenhäuser bundesweit mit einer zeitgemäßen und flexiblen Struktur, so die Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein. „Die Saarbrücker Politik hat so frühzeitig und vorausschauend die Weichen gestellt, sich den veränderten Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen anzupassen und im Wettbewerb mit frei-gemeinnützigen Krankenhäusern zu bestehen." Bis heute gibt es kommunale Krankenhäuser, die den Schritt „weg vom Amt hin zur GmbH" noch nicht vollzogen haben. Andere Kommunen haben erst vor wenigen Jahren nachgezogen.

Von der Neuorganisation als GmbH mit einem Aufsichtsrat versprachen sich die Initiatoren – allen voran der damalige Bürgermeister Helmut Müller und seine Nachfolgerin Margit Conrad sowie die frühere Gesundheitsdezernentin Christiane Krajewski – mehr Kompetenz bei unternehmerischen Entscheidungen sowie den Abbau bürokratischer Hürden. Vor allem ging es den Agierenden darum, hochqualifiziertes Personal und Führungskräfte ohne Ratsbeteiligung und damit ohne zeitliche Verzögerungen durch lange Dienstwege einstellen zu können.

Nach monatelanger Diskussion waren sich schließlich alle Stadtratsfraktionen einig: Die Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten müssten erhalten, Tarifverträge sollten auch für die weitere Zukunft ihre Gültigkeit behalten, die alleinige Beteiligung der Stadt an der GmbH sollte gewährleistet bleiben, Kooperationen wurden aber nicht ausgeschlossen.

Auch der städtische Personalrat hatte der GmbH-Lösung mit einem entsprechenden Personalüberleitungsvertrag zugestimmt. Dennoch blieben zunächst rund 200 Beschäftigte beim Arbeitgeber Stadt; sie wurden an die gGmbH „ausgeliehen".

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz zieht Bilanz: „Das Klinikum der Landeshauptstadt ist das Maximalversorgungskrankenhaus im Saarland. Als akademisches Lehrkrankenhaus bildet es heute für die Zukunft Mitarbeiter in Gesundheitsberufen aus. Aus dem gesamten Saarland und dem angrenzenden Lothringen kommen Patienten nach Saarbrücken, um sich im Klinikum behandeln zu lassen. Auch die Tochterunternehmen Saarbrücker Pflege gGmbH, Klinikservice Saarbrücken GmbH, Blutspendezentrale Saar-Pfalz gGmbH und Rettungsdienstschule Saar GmbH stehen für Modernität und Leistungsfähigkeit."

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