06.05.2013

Urologie des Klinikums Saarbr�cken nimmt an gr��ter urologischer Studie Deutschlands teil

 

Prostatakrebs ist die h�ufigste Krebsart bei M�nnern in Deutschland. J�hrlich erkranken mehr als 67.000 Patienten an einem Prostatakarzinom. Krebstherapien werden dank internationaler Forschung und der fach�bergreifenden Zusammenarbeit von Spezialisten immer Erfolg versprechender. Viele neue Medikamente, schonende Operationstechniken und moderne Strahlentherapieverfahren erm�glichen eine optimale Therapie. So kommen heute bei einem lokal begrenzten Tumor nach der wissenschaftlich und klinisch begr�ndeten deutschen Leitlinie vier Behandlungswege infrage: das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung von au�en, die Behandlung des Tumors mittels dauerhaft in der Prostata platzieren Strahlenquellen (sogenannte Brachytherapie) oder eine aktive �berwachung mit regelm��igen medizinischen Kontrollen, wobei erst  bei einem beobachteten Fortschreiten der Krankheit weitere Therapieschritte eingeleitet werden.

Allerdings: In der Vergangenheit wurden immer nur die Ergebnisse der einzelnen Behandlungsmethoden untersucht. Es gibt bisher noch keine Studie, die die verschiedenen Methoden direkt miteinander vergleicht. Dies soll eine bis 2030 angelegte bundesweite Studie nun leisten. Sie soll kl�ren, von welcher der in Frage kommenden Behandlungsoptionen ein Patient unter Ber�cksichtigung der Nebenwirkungen und Komplikationen auf lange Sicht am meisten profitiert.

Hierzu m�ssen die Voraussetzungen vergleichbar sein. Jeder Mann mit Prostatakrebs in einem fr�hen Stadium kann an der Studie teilnehmen. Die Behandlung erfolgt ausschlie�lich durch erfahrene Spezialisten in ausgewiesenen Studienzentren mit nachgewiesen hoher Behandlungsqualit�t. Die Sicherheit und die Lebensqualit�t der Patienten stehen dabei immer an allerh�chster Stelle. Die intensive Nachbeobachtungszeit innerhalb der Studie betr�gt mindestens 13 Jahre. W�hrend der Studie werden die Teilnehmer regelm��ig von den �rztinnen und �rzten der Studienzentren zu Ihrer Lebensqualit�t und Zufriedenheit mit der Behandlung befragt. Nebenwirkungen und Komplikationen werden, wie bei allen anderen Therapien auch, nach dem Stand aktueller Leitlinien behandelt.

Finanziert wird das Projekt �PREFERE� mit knapp 13,5 Millionen Euro von der Deutschen Krebshilfe und mit 11,5 Millionen Euro von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Dieses Finanzierungsmodell soll gew�hrleisten, dass die Studie unabh�ngig von industriellen und kommerziellen Interessen durchgef�hrt wird. Dr. Stephan Meessen, Chefarzt der Urologie des Klinikums Saarbr�cken und Leiter des Prostatazentrums Saarbr�cken, erl�utert: �An der Studie k�nnen sich nur urologische Zentren beteiligen, die �ber den gesamten Horizont an Qualifikationen sowie operativen und technischen M�glichkeiten zur Behandlung des Prostatakarzinoms verf�gen.�

Geleitet wird die bundesweite Studie von Prof. Dr. Michael St�ckle, Direktor der Klinik f�r Urologie und Kinderurologie des Universit�tsklinikums des Saarlandes, und Prof. Dr. Thomas Wiegel, Direktor der Klinik f�r Strahlentherapie und Radioonkologie des Universit�tsklinikums Ulm.

Mehr Infos zu der Studie gibt�s im Internet unter www.prefere.de

 

 

 

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