20.06.2013

Urologen des Klinikums bieten neues Behandlungsverfahren bei Harnleiterverengung an

Chefarzt Dr. Stephan Meessen ist
immer offen f�r neue Methoden:
"Der medizinische Fortschritt
kommt den Patienten zu Gute."
Foto: prisma

 

Bisher einmalig im Saarland: Ein Stent, der auch bei Fistelbildung zwischen Harnleiter und Scheide hilft

Wenn die Harnwege verengt sind, kann das f�r die Betroffenen zu schwerwiegenden Sch�den f�hren. Der Harnleiter ist  das Verbindungsst�ck zwischen Niere und Blase. Wenn in diesem Verbindungsst�ck durch eine angeborene oder erworbene Verengung der Durchfluss des Urins gehemmt ist (�Stenose�), kann das einen R�ckstau des Urins in die Niere zur Folge haben. Dr. Stephan Messen, Chefarzt der Urologie des Klinikums Saarbr�cken, erkl�rt: �Der Druckanstieg f�hrt zu Schmerzen und Sch�den im Bereich der Nieren. Die Harnproduktion wird zur�ckgefahren, h�ufig tritt dann eine Entz�ndung und als Folge eine Blutvergiftung hinzu. Bei einer unbehandelten Harnleiterverengung kann es zum kompletten Stopp des Harnabflusses von der betroffenen Niere zur Blase kommen � die Niere wird gesch�digt, im schlimmsten Fall verliert sie ihre Funktion.�

Behandelt wurde diese St�rung bisher mit einer Harnleiterschiene, die allerdings in regelm��igen kurzen Abst�nden gewechselt werden musste, wenn die Ursache der Harnleiterverengung nicht grunds�tzlich beseitigt werden kann. Die Urologen des Klinikums Saarbr�cken bieten nun � bisher einmalig im Saarland - eine neues Verfahren an: die Weitung des Harnleiters mit einem selbst-expandierenden Stent aus Nitinol. Dieser besteht aus einem r�hrenartigen Geflecht, das in den Harnleiter eingesetzt wird und diesen langsam wieder aufdehnt � der Urin kann wieder ungehindert flie�en. Damit der Stent nicht st�ndig gewechselt werden muss bzw. einw�chst, ist er mit einem Kunststoffmaterial ummantelt. Wird der Stent nach ca. einem Jahr wieder entfernt, ist die Harnleiterverengung in der Regel behoben.

Dr. Stephan Meessen hat die neue Methode, bei der sowohl beim Einsetzen als auch beim Entfernen lediglich eine Blasenspiegelung unter R�ntgenkontrolle erforderlich ist, bereits bei einigen Patienten angewendet und ist mit dem Erfolg zufrieden: �Mit dem Harnleiter-Stent haben wir eine sehr schonende Methode, um die Harnleiter-Verengung nachhaltig zu therapieren und eine St�rung und Verschlimmerung der Nierenfunktion zu verhindern. Ein herausragendes Beispiel f�r die Vorteile der neuen Technik ist die Behandlung von Fistelbildungen zwischen Harnleiter und Scheide bei Frauen, was bislang nur mit ausgedehnten Operationen m�glich war. Hier bietet sich mit der Einlage des Harnleiter-Stents ein Verfahren an, das ganz ohne Schnitt-Operation auskommt und die Fistel in Ruhe von selbst abheilen l�sst.�

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Klinik f�r Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie des Klinikums Saarbr�cken, Chefarzt Dr. Stephan Meessen, Tel. 0681/963-2568.

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