06.12.2011 

Unfälle alter Menschen – eine Herausforderung für Unfallchirurgen und Orthopäden 

 

Alterstraumatologie Thema eines Kongress in Saarbrücken mit Experten aus ganz Deutschland 

Unsere Gesellschaft altert. Im Jahr 2050 wird ein Drittel der Deutschen über 65 Jahre alt sein. Damit sind auch an die Medizin ganz neue Anforderungen gestellt. Gerade bei älteren Menschen kommt es immer öfter zu Knochenbrüchen. „Die Zahl der Oberschenkelhalsbrüche wird in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich um mehr als 125 Prozent zunehmen“, sagt PD Dr. Christof Meyer, Chefarzt des Zentrums für Unfallchirurgie und Orthopädie des Klinikums Saarbrücken. „Während es früher galt, dies überhaupt zu überleben, steht heute der Erhalt von Selbständigkeit und Lebensqualität im Vordergrund.“  

Grund genug für die AIOD Deutschland e.V. (Arbeitsgemeinschaft für dynamische Osteosyntheseverfahren), einer wissenschaftlichen Vereinigung von Unfallchirurgen und Orthopäden, sich mit dem Thema Alterstraumatologie in einer zweitägigen Tagung im Saarbrücker Schloss am 9. und 10. Dezember auseinanderzusetzen. Da Menschen im Alter aber häufig an Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Demenz  leiden, tut eine gut aufeinander abgestimmte fachübergreifende Zusammenarbeit Not. An der Fortbildung nehmen deshalb nicht nur erfahrene Unfallchirurgen und Orthopäden, sondern auch Anästhesisten, Rechtsmediziner und Psychiater teil. Sie beleuchten das Thema Alterstraumatologie jeweils aus dem Blickwinkel ihres Fachgebietes. Zu der interdisziplinären Tagung, die erstmalig in Kooperation des Klinikums Saarbrücken (Chefarzt PD Dr. Christof Meyer) und des Klinikum St. Elisabeth in Saarlouis (Leitender Arzt Dr. Michael Weber) organisiert wird, werden ca. 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet.

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