29.09.2016

Thema Medikamentenabhängigkeit im Onlineforum

 

„Gesundheit" mit Prof. Dr. Winfried Häuser, Ärztlicher Leiter der Psychosomatik des Klinikums Saarbrücken

Medikamente können helfen. Gegen Krankheiten, Schmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen, gegen Hyperaktivität oder auch für mehr Leistung. Sie erscheinen manch einem wie kleine Wunderwaffen, doch die Gefahr folgt häufig auf dem Fuße: Bis zu 1,6  Millionen Menschen in Deutschland, davon zwei Drittel Frauen, sind medikamentensüchtig. Sie riskieren gesundheitliche Schäden, denn im Segen liegt eben auch die Gefahr: Starke Wirkstoffe haben starke Nebenwirkungen. Süchtig werden kann man von Beruhigungsmitteln (Sedativa), Schlafmitteln  (Hypnotika),  Aufputschmitteln (Stimulanzien) und auch von vielen Schmerzmitteln (Analgetika). Auch frei verkäufliche Medikamente wie z.B. Schmerzmittel oder Hustensaft können in die Sucht führen. Wenn die Einnahme solcher Medikamente zur Regel wird, entsteht Abhängigkeit.

Da die Wirkung vieler Substanzen mit der Zeit abnimmt, werden die Mittel in immer höheren Dosen eingenommen. Die Sucht als solche kann sich durch Konzentrationsschwäche, eingeschränktes Reaktionsvermögen, Müdigkeit oder Gleichgültigkeit bemerkbar machen. Entzugserscheinungen sind mit Schweißausbrüchen, Krämpfen, Angst, Übelkeit und manchmal sogar mit Halluzinationen verbunden. Um eine Abhängigkeit zu vermeiden, sollte man vorsichtig im Umgang mit Medikamenten sein und sich – schon bevor eine Sucht manifest wird - über passende Alternativen Gedanken machen. Dabei können Ärzte, aber auch spezielle Selbsthilfegruppen mit Rat und Tat weiterhelfen.

Ihre Fragen zum Thema Medikamentenabhängigkeit beantwortet Prof. Dr. Winfried Häuser, Facharzt für Innere und Psychotherapeutische Medizin, Schmerztherapeut und Sportmediziner, in der Zeit vom 29. September bis 13. Oktober 2016 im Online-Forum unter http://intern.wbk.de/de/patientenundbesucher/forum/Seiten/Online%20Forum.aspx.

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