02.02.2017

Stabwechsel in der Augenklinik

Dr. Markus Ladewig ist Nachfolger von Prof. Dr. Christian Teping

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Der neue Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde im Klinikum Saarbrücken, Dr. Markus Ladewig (links), wurde bei einem Festakt im Casino des Klinikums Saarbrücken offiziell eingeführt. In der Augenklinik werden jährlich rund 6000 Eingriffe vorgenommen. Gesundheitsministerin Monika Bachmann, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und die Geschäftsführerin des Klinikums, Dr. Susann Breßlein, würdigten die Leistungen des scheidenden Chefarztes Prof. Dr. Christian Teping (rechts).

 

Mehrfach Topmediziner

Nach mehr als 27 Jahren ist Prof. Dr. Christian Teping als Chefarzt der Augenklinik des Klinikums Saarbrückens in den verdienten Ruhestand gegangen. Seit dem Jahr 2013 hat Prof. Dr. Teping immer wieder als Topmediziner auf der Focus-Liste reüssiert. Viermal hintereinander erhielt er das Focus-Siegel, im Jahr 2013 für den Bereich Augenchirurgie und in den Jahren 2014, 2015 und auch 2016  für die Bereiche refraktive Chirurgie (Operationen bei Kurz- oder Weitsichtigkeit) und Katarakt. Damit zählte er laut Focus in diesen Jahren bundesweit zu den 45 besten Augenmedizinern bundesweit. Er war bis zuletzt immer offen für sinnvolle neue Operations- und Therapieverfahren gewesen.

Als Prof. Dr. Teping  mit 37 Jahren als Chefarzt im Klinikum anfing, war er der Benjamin in der Chefarztriege. Und doch hatte der gebürtige Fuldaer schon einiges vorzuweisen: Mit 36 Jahren hatte er den Deutschen Forschungspreis für die Entwicklung neuer Operationsmethoden bei Verätzungen und Verbrennungen der Augen erhalten. Als Mitglied des Berufsverbandes war er jahrelang Referent bei bundesweiten und internationalen Veranstaltungen über die Behandlung von Verätzungen und Verbrennungen. Überhaupt: Prof. Dr. Teping engagierte sich stets für seine Patienten, u.a. für Kinder aus Kriegs- oder Krisengebieten. Prof. Teping war immer auch ein Teamplayer, so lag ihm die Nachwuchsförderung am Herzen; zahlreiche junge Assistenzärzte begleitete er als Doktorvater.

 

Kontinuität und Inovationsfreude

Dr. Christian Braun, ärztlicher Direktor des Klinikums, freute sich, mit dem 47jährigen Dr. Markus Ladewig jemanden gefunden zu haben, der „gleichzeitig für Kontinuität und Innovationsfreude" steht. Der Wahlsaarländer war bereits in den vergangenen zehn Jahren Oberarzt in der Augenklinik des Klinikums und hat gemeinsam mit Prof. Dr. Teping zahlreiche neue Verfahren etabliert, unter anderem die minimalinvasive Glaukomchirurgie mittels Mikrokatheter  sowie jüngst die besonders gewebeschonende Glaukomchirurgie mit einem Mikroimplantat. Auch führte er die sogenannte DMEK (sprich: dimek) ein, bei der es sich um eine neu entwickelte, schonende Operationsmethode im Bereich der Hornhauttransplantation handelt.

 

Seltene Augenerkrankungen

In der Weiterbildung zum Facharzt der Augenheilkunde hat sich Dr. Ladewig immer wieder mit seltenen Augenerkrankungen beschäftigt - und das mit großem Erfolg. In der Berliner Universitäts-Augenklinik hat er an einem der bundesweit führenden Zentren für Ophthalmologische Tumorerkrankungen gearbeitet. Krankheitsbilder, die der Augenarzt normalerweise nur wenige Male im Berufsleben sieht, hat er dort jahrelang betreut. Außerdem hat er sich mit seltenen Netzhauterkrankungen, wie die spät beginnende  Zapfendystrophie, oder der seltenen Systemerkrankung wie dem Marfan-Syndrom beschäftigt. Aber auch häufige Erkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration, die Hauptursache für Erblindungen bei über Fünfzigjährigen, wurden von Dr. Ladewig intensiv erforscht. Mehrere Monate hat Dr. Ladewig  in Südindien an den Aravind-Augenkliniken, einer der größten Augenkliniken weltweit gearbeitet.  Jeder Arzt  operiert dort bis zu 120 Patienten am Tag. 

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