25.09.2015

Rund 300 kamen zur Aktiven Mittagspause

Rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser sowie Verantwortliche der Krankenhausträger haben sich am vergangenen Mittwoch vor dem Brandenburger Tor versammelt, um gegen das Krankenhausstrukturgesetz zu demonstrieren. Unter dem Motto " So nicht, Herr Gröhe!" wurde nicht nur in Berlin, sondern bundesweit in hunderten von Krankenhäusern im Rahmen einer Aktiven Mittagspause gegen das Gesetzesvorhaben protestiert.

„Wir fordern eine tatsächlich am Wohl des Patienten orientierte Krankenhaus-Reform, die diesen Namen verdient und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Krankenhäuser wieder Luft zum Atmen gibt“, forderte Dr. Susann Breßlein vor rund 300 Beschäftigten des Klinikums Saarbrücken.

Mit einem guten medialen Echo wurde die Aktive Mittagspause vor dem Haupthaus des Klinikums Saarbrücken gut angenommen. So berichtete der Saarländische Rundfunk auf SR 3 Saarlandwelle  in der Region am Nachmittag mit Interviews von der Geschäftsführerin und mehreren Mitarbeiter/-innen. Die Saarbrücker Zeitung brachte das Foto von der Protestaktion der Klinikums-Beschäftigten sogar auf Titelseite 1.

Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein forderte im Rahmen der „aktiven Mittagspause“: 

  •  die Belastung des Krankenhauspersonals muss reduziert werden;

  •  die Tarifsteigerungen unserer Mitarbeiter müssen uns von den Krankenkassen vergütet werden;

  •  die Finanzausstattung der Krankenhäuser  - auch im Bereich der Finanzierung der Investitionen - muss endlich auf solide Füße gestellt werden;

  •  der Versorgungszuschlag muss dauerhaft erhalten bleiben;

  •  die Krankenhäuser brauchen eine auskömmliche Finanzierung der von ihnen erbrachten Notfallversorgung;

  •  die Krankenhäuser müssen sich auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft vorbereiten können; 

  •  die neutralen und fachlich anerkannten Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (im Saarland das QBS) sollen mit den notwendigen Qualitätskontrollen in den Krankenhäusern beauftragt werden.

 

Die Krankenversorgung ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und gehört zu einer humanen Gesellschaft.  Wir alle sind darauf angewiesen, dass wir im Krankheitsfall adäquate, fachgerechte und menschliche Hilfe bekommen. An diesem Stuhl wird derzeit gesägt, zum Nachteil der Beschäftigten der Krankenhäuser und damit letztlich auch zum Nachteil der Patienten.

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