29.09.2014

Neuer digitaler Operationssaal

   

Die heutige OP-Umgebung ist hochtechnisiert und wird immer komplexer. Mit den neuen chirurgischen minimal invasiven und interventionellen Techniken halten immer neuere Medizintechnologien und somit mehr Ger�te Einzug in den OP. Computertechnik hilft dabei, dass diese optimal eingesetzt werden k�nnen und der Operateur den �berblick beh�lt.

Um ung�nstige Arbeitsabl�ufe und Kabelgewirr am Operationstisch zu vermeiden, wird der OP der Zukunft mit digitaler Technik unterst�tzt. Das Klinikum Saarbr�cken setzt als erstes Krankenhaus im Saarland bewusst auf eine digitale OP-Integration. Dass Chirurgen und OP-Personal die Vorteile der neuesten Technologien in einer modernen OP-Umgebung k�nftig vollst�ndig und anwenderfreundlich nutzen k�nnen, verbessert die Qualit�t und Effizienz der medizinischen Versorgung.

Das neue digitalen OP-Konzept der Firma Karl Storz, Deutschland (OR1 Fusion, (TM)) gew�hrleistet die komplette Integration aller relevanten Ger�tschaften inner- und au�erhalb des OP`s. Alle Ger�te sprechen die gleiche Sprache und k�nnen daher leicht miteinander kommunizieren. Die vereinfachte Systemstruktur erlaubt die reibungslose Kommunikation und Steuerung im OP. So k�nnen zum Beispiel jederzeit und komplikationslos alle den Patienten betreffenden Video-, Grafik-, Audio- und Computerdaten verz�gerungsfrei im OP aufgerufen und betrachtet werden.  

Der Chefarzt der Allgemeinchirurgie, PD Dr. Daniel Schubert, demonstriert , was die neue OP-Technik alles kann.

Mit Touchscreen oder Spracherkennung

Herzst�ck dieses modularen OP-Systems ist eine �bersichtliche und intuitiv zu bedienende Ger�testeuerung �ber einen Touchscreen oder eine Spracherkennung. Der operierende Arzt kann hierdurch alle Ger�te im Raum � vom OP-Tisch �ber die Leuchten usw. � eigenst�ndig bedienen und punktgenau steuern.

Pr�operative gewonnene Bild- bzw. Videodateien von z.B. Computertomographien, Magnetresonanztomographien, R�ntgenbilder, Endoskopiebilder sowie das Bild der OP-Kamera werden w�hrend der gesamten Operation auf diversen Monitoren angezeigt, die in unterschiedlichen Positionen angebracht sind, so dass alle Personen im OP jederzeit einen freien Blick darauf haben. �Gerade diese modernen M�glichkeiten der Visualisierung bedeuten f�r die t�gliche Arbeit des Chirurgen im OP einen Quantensprung�, erkl�rt der Chefarzt der Allgemeinchirurgie des Klinikums Saarbr�cken, PD Dr. med. Daniel Schubert. So kann z.B. bei einer minimal invasiven Operation dem Chirurgen ein Hohlorgan wie der Magen oder der Darm von au�en (durch das Kamerabild der Bauchspiegelung) und von innen (durch das Bild der Endoskopie w�hrend der Operation) Bild in Bild auf einem Monitor dargestellt werden. Auch bei komplexen Tumoroperationen (z.B. an der Leber) k�nnen vor der Operation gewonnene Bildinformationen vom Tumor und seiner Lage im Organ direkt in das visuelle OP-Feld w�hrend der OP geholt werden.

Kommunikation mit Fach�rzten au�erhalb des OPs

Treten unklare Befunde oder Komplikationen auf, kann umgehend eine Beratung zum weiteren Vorgehen direkt mit einem anderen Spezialisten au�erhalb des OP-Saals eingeholt werden. Durch die digitale Vernetzung kann dieser das aktuelle Kamerabild aus dem OP �ber einen Audiokanal im klinikeigenen Netzwerk in Echtzeit �live� einsehen. �Die Idee der digitalen Integration hilft allen am OP-Prozess Beteiligten, die Grenzen des klassischen OP-Saals zu durchbrechen. Mit der fortschrittlichsten Streaming-Technologie wird sogar eine effektive Zusammenarbeit mit Experten weltweit m�glich, wenn eine Zweitmeinung eingeholt werden soll", erkl�rt PD Dr. Schubert.

S�mtliche Bild- und Videoinformationen werden zu Dokumentationszwecken in einem multimedialen Archiv gespeichert. �Gerade diese M�glichkeit, nicht nur den Einsatz der Kamera, sondern durchweg alle Elemente im OP-Saal nach eigenen individuellen Vorlieben und Bed�rfnissen handhaben zu k�nnen sowie die konsequente Nutzung aller Einzelteile des OP-Systems in Hinblick auf ein ergonomisches Arbeiten waren f�r uns entscheidend, in dieses System zu investieren�, betont der �rztliche Direktor Dr. Christian Braun. �Damit ist das Klinikum Saarbr�cken auch im operativen Sektor f�r die digitale Zukunft ger�stet�.

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