19.04.2013

Nachwuchs f�r Intensivstationen

22 Frauen und 14 M�nner aus zw�lf saarl�ndischen
Krankenh�usern haben die zweij�hrige berufsbegleitende
Fachweiterbildung f�r Intensivpflege und An�sthesie
im Klinikum Saarbr�cken bestanden.

Weiterbildung abgeschlossen: 36 neue Fachpflegende f�r Intensivpflege und An�sthesie im Saarland

Mit Erfolg haben sich 36 Frauen und M�nner zu Fachpflegerinnen und -pflegern f�r Intensivpflege und An�sthesie im Klinikum Saarbr�cken weitergebildet. Zwei Jahre lang haben sich die 22 Frauen und 14 M�nner aus zw�lf saarl�ndischen  Krankenh�usern berufsbegleitend unter Leitung von Georg Lindemann das Know-how in Theorie und Praxis angeeignet, um schwerstkranke Menschen auf Intensivstationen St�ck f�r St�ck zur�ck ins Leben zu helfen.  Mit dieser Weiterbildung sind die Absolventen hoch qualifiziert - und auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt.

Georg Lindemann, Stationsleiter der operativen interdisziplin�ren Intensivstation des Klinikums Saarbr�cken und Leiter der Weiterbildung, arbeitet selbst seit �ber 30 Jahren in der Intensivpflege. Er wei�:  �Auf den Intensivstationen liegen Menschen mit Hirnblutungen oder Schwerstverletzte, die meist beatmet und intensivmedizinisch �berwacht werden m�ssen. Da braucht es einiges an Wissen und Erfahrung.� Die Weiterbildung setzt eine dreij�hrige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Berufserfahrung voraus.

Zu den Aufgaben der Intensivpflege geh�ren unter anderem die invasive �berwachung der Vitalfunktionen am Monitor, die richtige Dosierung kontinuierlich laufender, lebenserhaltender Medikamente, das Kreislaufmanagement, die Beatmung und im Anschluss auch die Entw�hnung von der k�nstlichen Beatmung.  Denn viele Patienten, die �ber einen l�ngeren Zeitraum k�nstlich beatmet wurden, m�ssen das Atmen wieder neu erlernen. Ihre Atemmuskulatur hat sich zur�ckgebildet. Und dann assistieren die Intensivpflegekr�fte bei Luftr�hrenschnitten, Herzschrittmachern und vielen anderen Ma�nahmen. Es ist vielfach eine Arbeit zwischen Leben und Tod. Und deshalb steht auch Sterbebegleitung auf dem Lehrplan. �Intensivpflegekr�fte sind nicht nur f�r die Sterbenden da, meist begleiten sie auch deren Angeh�rige�, wei� Lindemann.  

In der praktischen Pr�fung in den saarl�ndischen Kliniken hat sich die Pr�fungskommission davon �berzeugt, dass die �frisch gebackenen� Fachpflegekr�fte f�r Intensivpflege und An�sthesie engagiert und motiviert auf h�chstem fachlichem Niveau arbeiten. �Das m�ssen sie auch�, f�gt Lindemann an. Denn auf den Intensivstationen mussten in den vergangenen Jahren immer mehr Patienten mit immer schwereren Erkrankungen oder Mehrfacherkrankungen in m�glichst kurzer Zeit versorgt werden.

Als berufspolitischer Sprecher und Vorsitzender des Saarl�ndischen Berufsfachverbandes f�r An�sthesie und Intensivpflege e.V. mahnt Lindemann, die Gesellschaft investiere zu wenig ins Gesundheitssystem. Das gehe zu Lasten der Patienten und der Besch�ftigten. So betreuten beispielweise in D�nemark und Norwegen Intensivpflegende pro Schicht 1 bis 1,5 Patienten, in Deutschland m�ssten meist zwei bis drei schwerstkranke Menschen von einer Intensivpflegekraft betreut werden. Es reiche nicht, Kliniken mit moderner Technologie auszustatten, wenn das Geld  f�r qualifiziertes Personal fehle. Hier m�sse ein Umdenken erfolgen � zum Wohle der Patienten.

 �brigens: Wer die Fachweiterbildung f�r Intensivpflege in der Tasche hat, braucht sich �ber einen Arbeitsplatz keine Sorgen zu machen. Auch das Klinikum Saarbr�cken sucht Pflegekr�fte mit dieser hochqualifizierten Ausbildung.

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