08.04.2016

Nachsorge für Frühgeborene und kranke Kinder

„Onlineforum Gesundheit" mit dem Kinderarzt Prof. Dr. Jens Möller

Wenn ein krankes oder frühgeborenes Kind zur Welt kommt, ändert das für die Familie auf einen Schlag alles. Denn erst mal ist nichts „normal": Zu verkraften ist der Schreck, wenn die Geburt viel zu früh einsetzt oder das Kind eine schwere Krankheit hat. Die wochen- und monatelange Sorge, wenn das Kind in der Kinder-Intensivstation betreut wird und man zwischen Alltag und Klinik hin und her pendelt. Die Angst, ob das Kind je gesund wird. Wenn sich herausstellt, dass das Kind chronisch krank ist, müssen Eltern und Kind lernen, mit der Krankheit zu leben.

Auch das Leben nach dem Krankenhausaufenthalt  ist eine Herausforderung, und viele Familien sind verunsichert: Welche Unterstützung und Förderung ist nötig? Wie wird dem Kind und den Eltern das Leben nach dem langen Krankenhausaufenthalt gelingen? Alles läuft anders als erhofft.

Die sozialmedizinische Nachsorge ist ein Angebot der Kinderklinik mit Perinatalzentrum Level I im Klinikum Saarbrücken – bisher einmalig im Saarland. Kinderkrankenschwestern, Ärzte,  Sozialarbeiter und Psychologen unterstützen die Familien beim Übergang von der Klinik nach Hause. Manchmal betrifft dies übrigens auch ältere kranke Kinder. Sie werden ganzheitlich betreut, z.B. bei der Suche nach Hilfsmitteln und medizinischen Maßnahmen für die Zeit nach der Entlassung. In Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Palliativteams, niedergelassenen Kinderärzten, Ämtern und Behörden, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen und in Kooperation mit den Krankenkassen knüpfen sie für Eltern ein Netzwerk, damit diese sich nicht alleingelassen fühlen.

Alle versicherten Kinder der gesetzlichen Krankenkassen bis 14, ausnahmsweise bis 18, haben Anspruch auf sozialmedizinische Nachsorge im häuslichen Umfeld. Denn je schneller beim Übergang in den häuslichen Bereich Rat und Hilfe zur Verfügung stehen, desto besser kann sich ein Kind entwickeln. Meistens sind die Kinder Wochen, manche sogar Monate auf der Station, bevor sie nach Hause gehen können. Wird die Betreuung nach der Klinik noch eine Weile fortgesetzt, so gibt das den Eltern Sicherheit und Rückendeckung.

Ihre Fragen zum Thema sozialmedizinische Nachsorge beantwortet Prof. Dr. Jens Möller, Chefarzt der Kinderklinik, in der Woche vom  14. bis zum 28. April 2016 auf unserer Internetseite unter diesem Link: Für Patienten & Besucher / Online-Forum.

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