07.08.2013

Lebensrettende Operation f�r kleines M�dchen aus Syrien

 

Schnelle und unb�rokratische Hilfe leisteten die Verantwortlichen des Klinikums, als sie von dem Schicksal der kleinen Rosel aus Syrien erfuhren; das M�dchen ist eine Cousine des Augenarztes Aiman Brim, der seit fast zwei Jahren als Assistenzarzt im Klinikum Saarbr�cken arbeitet.

Bei der Sechsj�hrigen war im Mai in Aleppo ein Tumor festgestellt worden, der auf den Sehnerv dr�ckte, so dass das M�dchen ihren Kopf immer �fter schief hielt und Doppelbilder sah. Aiman Brim ging mit den MRT-Bildern des M�dchens zur Chef�rztin der Neurochirurgie, Prof. Dr. Cornelia Cedzich, und fragte, was zu tun sei. Die riet: �Keine Zeit verlieren. So schnell wie m�glich operieren.� Denn es handelte sich um einen sogenannten Mittellinien-Tumor, der den Abfluss des Nervenwassers verhindert,  woraus sich ein Hydrocephalus (Wasserkopf) entwickeln kann. Ein seltenes Krankheitsbild, das nur wenige Operateure beherrschen. Hinzu kommt, dass es in Syrien kaum noch funktionsf�hige Krankenh�user gibt. Viele wurden in den vergangenen Jahren zerst�rt.

Deshalb  sagten die Verantwortlichen des Klinikums Saarbr�cken Unterst�tzung  zu. Das M�dchen k�nne hier operiert werden. Kosten f�r die Behandlung in Saarbr�cken w�rden nicht berechnet. Gerade noch rechtzeitig wurde dem M�dchen und seiner Mutter ein Visum erteilt. Denn der Zustand des M�dchens verschlechterte sich immer mehr. Kurz nach ihrer Ankunft bei einem Zwischenstopp in K�ln musste das M�dchen als Notfall operiert werden: Sie klagte �ber starke Kopfschmerzen,  musste sich erbrechen, sah pl�tzlich auf dem linken Auge nichts mehr und war extrem m�de. Denn das Nervenwasser (Liquor) dr�ckte aufs Gehirn. Die Operateure in K�ln legten einen d�nnen Plastikschlauch in die Hirnkammer, der  die gestaute Gehirnfl�ssigkeit vom Kopf nach au�en abf�hrte.  Einen Tag sp�ter kam sie mit einem Rettungswagen ins Klinikum  Saarbr�cken, begleitet von ihrer Mutter Rania. Nach den n�tigen Voruntersuchungen operierte die Neurochirurgin Prof. Dr. Cedzich das Kind. Sie hat schon h�ufiger Kinder mit einem solchen Krankheitsbild behandelt. In einer neunst�ndigen Operation entfernte die Neurochirurgin den Tumor, der einen Durchmesser von f�nf Zentimetern hatte. Prof. Dr. Cedzich: �Weil der Tumor gutartig war, konnte er sich lange Zeit -  vermutlich schon seit Jahren - unbemerkt entwickeln.�

Bereits kurz nach der Operation war das M�dchen wieder ansprechbar und konnte besser sehen.  Nach einer Woche hatte sich das M�dchen gut erholt und kam auf Normalstation: Das Gesichtsfeld auf dem rechten Auge ist noch ein wenig eingeschr�nkt.  Mittlerweile hat die Kleine das Klinikum verlassen. Weil sich jederzeit wieder ein Tumor entwickeln kann, sind  regelm��ige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Mutter Rania Battal und Cousin Aiman Brim sind froh dar�ber, dass der kleinen Rosel im Klinikum so schnell und ohne viel B�rokratie geholfen wurde. Aimam Brim: �Dank gilt allen MitarbeiterInnenn des Klinikums, vor allem der Gesch�ftsf�hrerin Dr. Susann Bre�lein, dem �rztlichen Direktor Dr. Christian Braun, Prof. Dr. Cornelia Cedzich, Herr Prof. Dr. Christian Teping  sowie den Ober�rzten Dr. Wolfgang Deppe und Dr. Andreas Langheinecke, die mich sehr unterst�tzt und geholfen mir geholfen haben.�

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