25.11.2016

Kooperation in den Bereichen Geburtshilfe, Perinatalmedizin und Gynäkologie

Klinikum Saarbrücken und CaritasKlinikum Saarbrücken (cts) stimmen Leistungen aufeinander ab 

 

„Es freut mich sehr", so Gesundheitsministerin Monika Bachmann, „dass sich im Großraum Saarbrücken zwei Krankenhausträger gefunden haben, die bereit sind, ihre Leistungen aufeinander abzustimmen." Im Rahmen einer Pressekonferenz hat die Ministerin am Freitag (25.11.2016) zusammen mit Vertretern der cts, der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, unserer Geschäftsführerin, Dr. Susann Breßlein, sowie dem ärztlichen Direktor, Dr. Christian Braun, die Eckpunkte der künftigen Kooperation vorgestellt.

 

Konkret ist folgende Aufgabenteilung vorgesehen:

  • Früh- und Risikogeburten der Versorgungsstufe 1 und 2 (alle Geburten < 1.500 g oder < 32. Schwangerschaftswoche) beider Häuser werden in unserem Perinatalzentrum versorgt. 
  • Geburten ab der Versorgungsstufe 3 (> 1.500 g oder > 32. Schwangerschaftswoche) werden weiterhin sowohl bei uns als auch im CaritasKlinikum Saarbrücken angeboten. Die Präferenz der Eltern oder der Einweiser entscheidet. Die  pädiatrisch-neonatologische Vor-Ort-Versorgung zur Sicherstellung des perinatalen Schwerpunktes im CaritasKlinikum übernimmt zukünftig unsere Kinderklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Möller.
  • Gynäkologische Leistungen (ambulant wie stationär) werden nur noch am CaritasKlinikum erbracht werden.
  • Die chefärztliche Leitung unserer Fachabteilung Geburtshilfe (einschließlich des geburtshilflichen Parts im Perinatalzentrum) übernimmt der Chefarzt der Fachabteilung Gynäkologie  und Geburtshilfe des CaritasKlinikums, Dr. Mustafa Deryal, zusätzlich zu seiner Chefarztposition im CaritasKlinikum.
  • Die Facharztweiterbildung wird im Rahmen eines Rotationssystems umfassend gewährleistet und bietet außer der Reproduktionsmedizin alle denkbaren Ausbildungsangebote auf hohem Niveau.


Ministerin Bachmann legt dar, dass vor dem Hintergrund von Doppelvorhaltungen in vielen Fachgebieten und Schwerpunktbereichen trägerübergreifende Kooperationen sowie Konzentrationen von Fachabteilungen nicht nur Sinn machen, sondern der Schlüssel für eine dauerhaft hochwertige medizinische Versorgung sind: „Dadurch werden wirtschaftliche Größen mit einem attraktiven Leistungsspektrum und moderner Infrastruktur geschaffen.  Die saarländische Landesregierung begrüßt ausdrücklich diesen Schritt. Uns ist es ein großes Anliegen, eine bedarfsgerechte, leistungsfähige, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung der saarländischen Bevölkerung sicherzustellen. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, die Behandlungsqualität durch stärkere Spezialisierung und Konzentration zu steigern."

 

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Wir schaffen durch die Kooperation effiziente Strukturen und bündeln medizinisches Fachwissen in der Landeshauptstadt. Dadurch gewährleisten wir für die Menschen in der Landeshauptstadt und der Region bei der Versorgung von Früh- und Risikogeburten langfristig einen sehr hohen medizinischen Standard. Mit etwa 2500 Geburten pro Jahr wird das Perinatalzentrum des Klinikums Saarbrücken künftig zu den zehn größten in Deutschland zählen."

 

Dr. Breßlein und Dr. Braun betonen, dass die Mehrwerte dieser Kooperation auf der Hand liegen – organisatorisch und wirtschaftlich für die Krankenhäuser -, insbesondere aber medizinisch zum Wohle der Patientinnen und der Kinder. Es werden unsinnige Doppelstrukturen abgebaut, die Profile beider Häuser geschärft, die Wege kürzer und die fachliche Zusammenarbeit intensiver.

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