18.12.2015

Klinikum Saarbrücken erhielt Siegel für Patientensicherheit

Im Klinikum Saarbrücken wird Patientensicherheit groß geschrieben. Das hat die Prüfgesellschaft DEKRA dem größten kommunalen Krankenhaus im Saarland mit dem Siegel für geprüfte Patientensicherheit bescheinigt. Das Klinikum Saarbrücken ist das erste Krankenhaus im Saarland, das über solch ein Zertifikat verfügt. Erst wenige Krankenhäuser bundesweit haben ihre Prozesse rund um Patientensicherheit prüfen lassen.  

 

Wird das richtige Bein operiert? Sind die Medikamente tatsächlich für Frau Schulze/Herrn Schmidt? Droht ein Patient zu stürzen? Um jegliche Fehler, Verwechslungen oder andere Vorfälle, soweit es nur irgend geht, schon im Vorfeld zu vermeiden, wurde im Klinikum Saarbrücken bereits vor Jahren ein klinisches Risikomanagement und Fehlervermeidungssystem eingeführt. Die Liste der Projekte und Maßnahmen,  die die Patientensicherheit  erhöhen, ist lang: Identifikationsarmbänder für PatientInnen, die Verwechslungen ausschließen sollen, OP-Checklisten, Meldesysteme und die  Besprechung kritischer Fälle, Hygienekonzepte, Qualitätskonferenzen und vieles mehr sind im Alltag etabliert und werden ständig weiterentwickelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der Arzneimittelsicherheit ; hier gibt es zahlreiche Projekte zur Optimierung der Patientensicherheit.

 

Zu den geprüften DEKRA-Standards gehören aber nicht nur Verbesserungen in der Alltagsroutine, zum Beispiel  bei Schulungen zur Händedesinfektion, bei OP-Checklisten und dem Vier-Augen-Prinzip bei der Medikamentenausgabe. Sie umfassen auch weiter gehende Vorschriften für ein systematisches Fehler- und Beschwerdemanagement, von der Erfassung über die Dokumentation bis zur analytischen Auswertung und Schulung zur künftigen Fehlervermeidung, wie die Qualitätsmanagerin des Klinikums Saarbrücken, Friedlinde Michalik, ausführt.

 

Dank der langjährigen Erfahrung in Sachen Patientensicherheit erreichte das Klinikum Saarbrücken bei der Zertifizierung 49 von 51 möglichen Punkten. „Das ist eine glatte Eins", freute sich  der Ärztliche Direktor, Dr. Christian Braun. Und er lobte das Engagement der Beschäftigten, die in allen Bereichen, Tag für Tag, Patientensicherheit bei der Patientenversorgung ernst nehmen. 

„Dieses Siegel bescheinigt uns, dass es richtig war, dieses Thema anzugehen, damit unsere Patientinnen und Patienten  möglichst sicher behandelt und betreut werden."

 

Die Auditorin der DEKRA, Ute Stoisiek, erklärt: „Das DEKRA-Siegel bietet Patientinnen und Patienten eine sinnvolle Orientierungshilfe. Die Qualität der Patientensicherheit wird durch uns objektiv und nachvollziehbar anhand einer Liste von Kriterien geprüft. Wir vergeben z.B. Punktwerte für Hygienestandards oder Handlungsleitfäden, die in die Gesamtwertung einfließen. Und das Klinikum Saarbrücken hat hier hervorragend abgeschnitten."

 

Sicherheits- und Qualitätsstandards erzeugen aber auch einen hohen Aufwand und dafür benötigen die Krankenhäuser verlässliche Rahmenbedingungen. Dies betrifft vor allem die Finanzierung der steigenden Anforderungen an Personal, Ausstattung und baulich-räumliche Verhältnisse. „Die Krankenhäuser können „gefordert" werden, wenn sie ausreichend „gefördert" werden", betont die Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein.


 

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