25.10.2017

Hilfen nach häuslicher Gewalt

Onlineforum „Gesundheit" mit der Rechtsmedizinerin Dr. Daniela Bellmann

25 Prozent der Frauen in Deutschland haben ein- oder mehrmals im Leben Erfahrung mit körperlicher Gewalt durch den Ehemann oder Partner gemacht. Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu fast 100 Prozent weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es fast 90 Prozent. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sowie bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 80 Prozent der Opfer Frauen. Dennoch, auch Männer können häusliche Gewalt erfahren, und Kinder ohnehin. Insgesamt kommt häusliche Gewalt immer noch häufiger vor, als viele denken - und in allen Kreisen.

Opfer von häuslicher Gewalt brauchen Schutz und Unterstützung. Vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gibt es eine Liste mit Kontaktdaten der Opferhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen im Saarland. Wer sich nicht sicher ist, welche Konsequenzen er bzw. sie aus der Gewalterfahrung ziehen möchte, kann als ersten Schritt unverbindlich und ohne Einschaltung der Polizei oder der Justiz die Verletzungen dokumentieren lassen. Dies machen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der  Opferambulanz der Rechtsmedizin am Klinikum Saarbücken (REMAKS). Nur wenn die Gewaltopfer sich dafür entscheiden, gegen ihren Peiniger gerichtlich vorzugehen und eine Anzeige zu erstatten, kann die gerichtsmedizinisch verwertbare Fotodokumentation der Verletzungen als Beweisgrundlage hinzugezogen werden. Manchmal passiert das auch erst nach wiederholten Malen, auch dann kann eine Dokumentation früherer Gewaltereignisse hilfreich sein. Kosten entstehen dem Opfer dabei nicht.

Weitere Fragen zum Thema häusliche Gewalt beantwortet Dr. Daniela Bellmann in der Zeit vom 26. Oktober bis 9. November 2017  im Online Forum unter diesem Link: Onlineforum.

 

Übrigens: Am Donnerstag, dem 14. November, 18.00 Uhr, führt Dr. Daniela Bellmann durch das Institut für Rechtsmedizin am Klinikum Saarbrücken und stellt die Gebiete vor, mit denen sich die Rechtsmedizin befasst – das ist bei weitem mehr als häusliche Gewalt. Da die Zahl der Teilnehmer begrenzt ist, sind Anmeldungen erforderlich unter Tel. 0681/963-1007.

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