08.06.2012

Hilfe f�r M�dchen aus Afghanistan

Amina, wieder gesund und munter,
zusammen mit Dr. Dr. Herbert Rodemer
und Erzieherin Renate Wagener.

 

Kleines M�dchen kam mit Kriegsverletzung ins Klinikum Saarbr�cken � Unterkiefer neu aufgebaut

 

Zahlreiche Gesichtsoperationen musste die kleine Amina aus Afghanistan in den vergangenen zehn Monaten �ber sich ergehen lassen. Die M�he war erfolgreich: Nach dem  letzten Eingriff hat sie ein fast ebenm��iges rundes pausb�ckiges Gesicht.

Amina, gesch�tzt wird sie auf f�nf bis sechs Jahre (in Afghanistan wird der Geburtstag nicht dokumentiert), war am 22. August direkt von Kabul �ber D�sseldorf ins Klinikum Saarbr�cken gekommen. Vermittelt wurde sie vom Friedensdorf Oberhausen, das sich f�r die medizinische Versorgung in Deutschland von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten stark macht.  Die Kleine  war bei einer Explosion von  einem Splitter im Gesicht verletzt worden. Dabei wurde der linke Unterkieferknochen zersplittert. Als der Unterkiefer ohne Behandlung wieder zusammen wuchs, bekam das M�dchen ein stark ausgepr�gtes fliehendes Kinn. Und nicht nur das: die Z�hne wuchsen schief, sie konnte den Mund nicht mehr richtig �ffnen und schlie�en und hatte daher erhebliche Probleme beim Kauen.

Als sie im Klinikum ankam, hatte sich eine Fistel gebildet, die Wunde war entz�ndet. Erst nachdem diese Wunde versorgt und verheilt war, konnte sich der leitende Oberarzt der Klinik f�r Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Klinikums Saarbr�cken, Dr. Dr. Herbert Rodemer, an die eigentliche Behandlung  machen. Das war im Dezember 2011. Der linke Unterkiefer sollte wieder aufgebaut werden, und das m�glichst ohne Knochentransplantation.  Der erfahrene Gesichtschirurg entschied sich daf�r, einen sogenannten Distraktor einzubauen. Das funktioniert wie ein Expander, erkl�rt er. Hierzu trennte Dr. Dr. Rodemer den Unterkiefer auf der linken Seite auf und befestigte den Distraktor. Bis zur vollst�ndigen Neubildung des k�rpereigenen Knochens blieb der Distraktor sozusagen als Schiene im Mund. Erst letzte Woche wurde der Distraktor entfernt.  So gelang es, den Unterkiefer um zwei Zentimeter zu verl�ngern. Urspr�nglich wurde diese Methode �brigens zur Beinverl�ngerung angewandt.

 

Inner Wheel Club half mit Spenden

Dr. Dr. Rodemer hat nicht zum ersten Mal einem Kind aus einem Krisengebiet geholfen. Seit Jahren unterst�tzt das Klinikum Saarbr�cken das Friedensdorf Oberhausen, wenn es darum geht, Kinder aus Krisengebieten operativ zu versorgen.

Die Erzieherin Renate Wagener k�mmerte sich zusammen mit den Kinderkrankenschwestern der Station um das M�dchen, das anfangs lange unter der Trennung von seiner Familie litt. Die Kleine erlebte einen Kulturschock. Sie kannte weder Toiletten. Noch war sie es gewohnt, regelm��ig Fleisch zu essen. Aber das a� und isst sie inzwischen mit viel Appetit. Und wenn sie sich wieder einmal nach ihrer Mama sehnte, setzte sie die Erzieherin in die Badewanne. �Ein hei�es Bad mit Schaum und vielen Gummitieren, das beruhigt sie�, wei� Renate Wagener.  

W�hrend Amina bis zu ihrer Abschlussuntersuchung wieder im Friedensdorf weilt, liegt dem Klinikum bereits die n�chste Anfrage vor. Gesch�ftsf�hrerin Dr. Susann Bre�lein hat ihre Zusage f�r den n�chsten �Fall� bereits erteilt. Bre�lein: �Die �rztliche Leistung erbringt gro�z�gigerweise der behandelnde Arzt aus pers�nlichem Engagement,  aber damit wir regelm��ig Kindern aus Krisengebieten helfen k�nnen, sind wir f�r die medizinischen Materialien und die Versorgung der Kinder auf Spenden angewiesen.� Dieses Mal wurde der Krankenhausaufenthalt mit  1000 Euro vom Inner Wheel Club des Rotary Clubs Saarbr�cken St. Johann und mit 200 Euro von dem Bliesransbacher Lukas Schw�bel unterst�tzt.

Spenden werden entgegen genommen unter der Bankverbindung Sparkasse Saarbr�cken, BLZ 590 501 01, Kontonummer 92 220 037.

 

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