21.11.2016

Herz unter Stress – Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörung

Bluthochdruck, Diabetes und ein hoher Cholesterinspiegel sind auch bekannt als die „stillen Killer" und werden häufig unterschätzt, mit fatalen Folgen für die Betroffenen. Unerkannt und unbehandelt werden sie zu einer Gefahr für das Herz- und Gefäßsystem bis hin zu Herzinfarkt, Schlaganfall und plötzlichem Herztod.

So informieren im Rahmen der Herzwoche der Dt. Herzstiftung im Klinikum Saarbrücken Ärzte über diese wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie deren Entstehung am Samstag, 26. November 2016, von 10 bis 12 Uhr im Casino des Klinikums Saarbrücken. In Vorträgen, an Infoständen und mit Messungen können sich Interessierte rundum informieren. Die Veranstaltung ist kostenlos.

PD Dr. Florian Custodis, Chefarzt der Inneren Medizin II des Klinikums, behauptet: „Cholesterin: Keine Lüge", und informiert über Aspekte rund um die Fettstoffwechselstörung. Wodurch wird sie ausgelöst? Ist sie erblich? Und wie wird sie behandelt? Unter dem Titel „Diabetes: Gar nicht so süß" nimmt sich der Saarbrücker Kardiologe Dr. Dirk Jesinghaus der Zuckerkrankheit an, ihren Ursachen und Folgen, insbesondere für das Herz. Und schließlich geht die Saarbrücker Kardiologin Dr. Fatima Goudjil auf das Thema „Bluthochdruck: Warum? Was nun?" ein.

Schätzungsweise 20 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Bluthochduck, vier Millionen Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung. Etwa sieben Millionen Menschen leiden an Diabetes mellitus. Viele Millionen Betroffene haben zu hohe Cholesterinspiegel im Blut. Das Tückische daran ist: Bluthochdruck wird von den Patienten lange nicht gespürt und fällt häufig erst auf, wenn er bereits Organschäden verursacht hat. Auch eine beginnende Zuckerkrankheit verläuft – wenn überhaupt – nur mit geringfügigen Symptomen, z. B. starkem Durst und Abgeschlagenheit. Aber auch Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Denn Diabetes beschleunigt die Schädigung der Gefäßinnenwände der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose). Und auch eine Fettstoffwechselstörung (hoher LDL-Cholesterinspiegel) kann ohne Beschwerden schleichend das Infarktrisiko erhöhen, und zwar durch Gefäßablagerungen (Plaques), die Gefäßveränderungen in den Arterien des Herzens und auch in Hirnarterien verursachen. Dabei sind alle diese Krankheiten bei frühzeitiger Diagnose mit einer Lebensstiländerung und mit Medikamenten gut beeinflussbar.

Ihre Fragen zum Thema Bluthochdruck, Diabetes und Stoffwechselstörungen beantwortet PD Dr. Florian Custodis, Chefarzt der Kardiologie des Klinikums Saarbrücken, in der Zeit vom 10. bis 24. November 2016 auch im Online-Forum unter diesem Link: Onlineforum.

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