05.12.2014

Fatima kann wieder lachen

Die scheue Fatima  lacht schon wieder, von links:
Oberarzt Dr. Dr. Herbert Rodemer, FSJ-lerin Charlotte
Niebes und Pflege-Praktikantin Sophie Weiler.

M�dchen aus Afghanistan wurde im Klinikum Saarbr�cken geholfen 

"Wer die Kinder rettet, rettet die Zukunft", so lautet die Devise des Oberhausener Friedensdorf international, das schon seit 1967 verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten eine Chance gibt zu �berleben. Jedes Jahr hilft das Friedensdorf rund 1000 Kindern aus Afghanistan, Vietnam, Kambodscha und vielen anderen L�ndern der Welt. Kinder, die eines gemeinsam haben: Sie sind arm und sie haben eine Erkrankung, die in ihrem Heimatland nicht behandelt werden kann, denen aber in Europa geholfen werden kann. Hierzu sucht das Friedensdorf Partner in Europa, die bereit sind, diese Kinder kostenlos medizinisch zu versorgen � wie das Klinikum Saarbr�cken, das schon seit vielen Jahren immer wieder Kinder zur Behandlung �bernimmt.

Gerade hat der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Dr. Dr. Herbert Rodemer wieder einem Kind aus Afghanistan geholfen. Die f�nfj�hrige Fatima hatte eine massive Entz�ndung im Unterkieferknochen, eine Fistel, aus der Eiter ausgetreten ist. Sie hatte das Gl�ck, im August 2014 in Afghanistan im Deutschen Kinderkrankenhaus Kabul f�r die Behandlung in Deutschland ausgesucht worden zu sein. Aber: sie hatte auch Pech, denn in Deutschland angekommen, bekam sie erst einmal die Windpocken, weshalb die Behandlung im Klinikum verschoben werden musste. Und das war schlimm, denn in dieser Zeit weitete sich die eitrige Entz�ndung aus � als Fatima wieder ins Klinikum kam, waren statt einer nun drei Stellen betroffen.

Die durch die Entz�ndung  abgestorbenen Knochenteile sowie ein Teil des Kieferknochens mussten raus, sonst h�tte Fatima keine Chance auf eine Beruhigung der Entz�ndungszonen gehabt. In einer zweist�ndigen Operation gelang es dem Mund-, Kiefer-  und Gesichtschirurgen Dr. Dr. Rodemer, den Knochen vom Entz�ndungsherd zu �reinigen�. Im Anschluss an die Operation erhielt Fatima noch eine Antibiotika-Therapie. �Zum Gl�ck�, so Rodemer, �ist durch die Operation die Funktion und die �sthetik des Kieferknochens nicht gest�rt � sieht man mal von der Operationsnarbe ab.�

Fatima hat gute Chancen, wieder vollkommen gesund nach Kabul zur�ckkehren zu k�nnen. Dr. Dr. Herbert Rodemer wei�: �In dem Alter hat sie noch alle Chancen, sich gut zu regenerieren.� Ja, und das an sich scheue M�dchen lacht auch schon wieder, auch mit dem Mann in Wei�, denn sie wei� genau, dass er ihr geholfen hat.

Dr. Rodemer hat schon mehrere Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten operiert, wurde wegen seines sozialen Engagements auch schon als �Saarlands Bester� ausgezeichnet. Gesch�ftsf�hrerin Dr. Susann Bre�lein unterst�tzt die Zusammenarbeit mit dem Friedensdorf seit Jahren aus �berzeugung, auch wenn sie die Kosten nicht aus dem Blick verliert: �Die �rztliche und pflegerische Betreuung erbringen Dr. Rodemer und alle anderen Mitarbeiter mit gro�em pers�nlichen Engagement auf Kosten des Klinikums. Der Inner Wheel Club sowie Daniela Bernardi, eine Mitarbeiterin aus der Kinderklinik, haben f�r die medizinischen Materialien und die Versorgung gespendet.�

Jetzt ist Fatima wieder f�r drei Wochen im Oberhausener Friedensdorf. Wenn die Wundheilung weiter so gut verl�uft, kann sie nach der Abschluss-Untersuchung  im Klinikum Saarbr�cken schon bald wieder nach Hause zu ihren Eltern fliegen.

Drucker
Klinikum Saarbrücken gGmbH | Winterberg 1 | 66119 Saarbrücken | Telefon: 0681 / 963-0 | Telefax: 0681 / 963-2600
Copyright 2015 | Impressum