12.08.2014

Erste Bauchstation im Saarland

 

Gerade bei unklaren Befunden kann schnell und optimal behandelt werden

Beschwerden im Bauchraum k�nnen unterschiedlichste Ursachen haben und werden je nach Diagnose von Internisten oder Chirurgen behandelt. Die neue Bauchstation des Klinikums Saarbr�cken � die erste im Saarland -  verbindet r�umlich und funktionell die Expertise beider Fachrichtungen und bietet Patienten somit optimale Behandlungsm�glichkeiten.

Ob unklare Bauchschmerzen, Sodbrennen, Durchf�lle oder Blutver�nderungen: Hinter diesen Symptomen k�nnen sich viele, ganz unterschiedliche Krankheitsbilder verbergen. Doch erfolgt die Behandlung nun konservativ oder muss operiert werden? Eine wichtige Frage, die am Anfang eines Aufenthaltes in der Klinik h�ufig noch nicht klar ist, deren zeitnahe Beantwortung aber ma�geblich �ber den Therapieerfolg entscheidet.

Die entscheidende Frage: �Wem geh�rt der Bauch?� wird im Klinikum Saarbr�cken so schnell wie m�glich beantwortet, freut sich der �rztliche Direktor Dr. Christian Braun. Es gibt zum Beispiel bei der Diagnose �Gallensteine� Patienten, die zun�chst konservativ behandelt und anschlie�end doch in die Chirurgie verlegt werden m�ssen. �Hier verstreicht dann wertvolle Zeit�, erkl�rt der �rztliche Direktor weiter. Durch die neue Bauchstation k�nnten einzelne Abl�ufe zum Wohle des Patienten sowohl bei den Untersuchungen als auch im Austausch untereinander verbessert werden.

Gemeinsame Visiten

Ab sofort werden im Klinikum Saarbr�cken Patienten mit bestimmten Beschwerden direkt auf der Bauchstation aufgenommen - und von der Aufnahme �ber die Behandlung bis zur Visite gemeinsam von den beiden Chef�rzten Prof. Dr. Daniel Grandt (Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie, Endokrinologie, Infektiologie und Psychosomatik ) und PD Dr. Daniel Schubert (Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Kinderchirurgie) und ihren Teams betreut. Bei den t�glichen gemeinsamen Visiten werden die aktuellsten Befunde und Untersuchungsergebnisse sowie die beste Therapiestrategie zwischen beiden Disziplinen direkt am Patientenbett mit dem Patienten besprochen. Diese Zusammenarbeit macht eine Zuordnung oder einen oftmals aufwendigen Wechsel innerhalb der beiden Fachrichtungen nicht mehr erforderlich und der Patient erh�lt direkt eine umfassende Beratung und den f�r ihn individuell optimalen Behandlungsplan.

Fokus liegt heute auf dem erkrankten Organ

Dabei k�nnen beide Fachrichtungen sofort auf die Erfahrung und Expertise des Behandlungspartners zur�ckgreifen. Erg�nzt wird dieses Konzept der Patientenbetreuung durch gemeinsame Fallkonferenzen und �rztliche Weiterbildungen. �Nur so k�nnen wir gew�hrleisten, dass zuk�nftige Generationen an Chirurgen und Internisten ausgebildet werden, die als echte Viszeralmediziner das Potenzial der jeweiligen Partnerdisziplin nicht aus den Augen verlieren�, erkl�rt Dr. Braun.

Seit mehreren Jahren weiche die Grenze zwischen den konservativ behandelnden �rzten und den Chirurgen mehr und mehr auf, so der Chirurg PD Dr. Schubert. �Es ist wie in einer guten Ehe. Man kann viel vom anderen lernen und muss viel voneinander wissen. Die Medizin hat sich ge�ndert.� Der Fokus liege nicht mehr isoliert auf der Behandlung eines �Organs�, so Prof. Dr. Daniel Grandt, sondern: �Wir sehen organbezogene Beschwerden immer im Gesamtkontext des Patienten, seinen weiteren Erkrankungen und im Zusammenhang mit den Zielvorstellungen und Pr�ferenzen des Patienten.�  

Auch das Netzwerk Leber, Galleng�nge und Pankreas, das am Klinikum seit gut einem Jahr existiert, sei ein gutes Beispiel interdisziplin�rer Zusammenarbeit.


 

 

 

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