12.05.2016

Endosonographie - Fortschritte in der Behandlung von Erkrankungen des Bauchraumes

 

„Gesundheit" mit Dr. Klaus Radecke, Oberarzt der Inneren Medizin I (Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Stoffwechselerkrankungen, Infektiologie)

 

Die gastroenterologische Endosonographie ist eine Ultraschalluntersuchung der Organe des Bauchraums mit einem flexiblen Endoskop, in dessen Kopf eine Ultraschallsonde eingebaut ist. Ähnlich wie bei einer Magenspiegelung wird das Endoskop in der Speiseröhre, Magen oder dem Dünndarm platziert, wobei durch die im Gerät befindliche Ultraschallsonde die umliegenden Organe  und die Wandschichten des Verdauungstraktes  „von innen" mit sehr hoher Auflösung untersucht werden können.

In den letzten Jahren hat die endosonographische Untersuchung einen immer größeren Stellenwert gewonnen. Nicht zuletzt, weil sie risikoarm und strahlungsfrei ist. Und: Im Gegensatz zu einer „normalen" Ultraschalluntersuchung von außen kommt der Ultraschallkopf hierbei näher an die zu untersuchende Stelle im Körper heran - das Zielorgan liegt näher am Ultraschallkopf und wird dadurch schärfer und genauer dargestellt bzw. seine Darstellung wird dadurch überhaupt erst möglich. So können kleine Gallensteine im Gallengang häufig erst durch die Endosonographie diagnostiziert werden.

Mit Hilfe des Ultraschalls können die Wände des Magen-Darm-Traktes in ihre verschiedenen Schichten aufgeteilt, auf dem Bildschirm dargestellt und millimetergenau beurteilt werden. So können z.B. Tumore schon in einem sehr frühen Stadien sichtbar gemacht werden. Auch  feinere Gewebeschichten können besser unterschieden werden, zum Beispiel, ob bei einem Tumor bereits tieferliegende Gewebeschichten betroffen sind.

Mittels der Endosonographie können auch risikoarm Gewebeproben aus ansonsten schwer zugänglichen Organen zur Abklärung gewonnen werden und Zysten und Flüssigkeitsverhalte in den Magen und Dünndarm drainiert werden.

Die Endosonographie setzt neben endoskopischem Geschick subtile Kenntnisse der Anatomie und der Ultraschallanatomie voraus und gilt als eines der am schwersten zu erlernenden endoskopisch gestützten Verfahren.

Ihre Fragen zum Thema „Endosonographie" beantwortet der Internist und Gastroneterologe Dr. Klaus Radecke in der Woche vom 12. – 26. Mai 2016 im Internet unter diesem Link: www.klinikum-saarbruecken.de / Online-Forum.

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