05.07.2012

Eine Defi-Weste gegen Herz-Kammerflimmern

 

Michael Marx nach Herzinfarkt mit Erfolg behandelt 

Eine neuartige Methode hat einem fast 50j�hrigen herzkranken Patienten das Einsetzen eines Herzschockgebers (Defibrillator) erspart. Normalerweise wird Patienten ein Defibrillator eingesetzt, die durch einen Herzinfarkt oder eine Herzmuskelerkrankung eine schlechte Pumpfunktion des Herzens haben und von Kammer- oder Vorhofflimmern bedroht sind. Dieser sorgt bei Auftauchen von Herzrhythmusst�rungen durch gezielte Stromst��e daf�r, dass diese beendet werden. �Ob ein Defibrillator tats�chlich auf Dauer n�tig ist, zeigt sich oft aber erst nach drei Monaten�, sagt Prof. Dr. G�nter G�rge, Chefarzt der Kardiologie des Klinikums Saarbr�cken. Denn bei Patienten mit akutem Herzinfarkt kann sich die Pumpfunktion des Herzens auch wieder erholen. �Deshalb steckt man in einer Zwickm�hle�, so der Herzspezialist. Erholt sich die Herzfunktion, wurde der Defibrillator unn�tigerweise eingesetzt. Sollte sich die Herzfunktion aber nicht erholen und wurde kein Defibrillator implantiert, ist der Patient extrem gef�hrdet, am pl�tzlichen Herztod zu versterben.

Das galt auch f�r den LKW-Fahrer Michael Marx. Nach einem schweren Herzinfarkt hatte er nur noch eine Pumpleistung des Herzens von etwas �ber 20 Prozent - trotz sofortiger Versorgung mit dem Herzkatheter und der Versorgung mit mehreren Gef��st�tzen (so genannte Stents). Auf der internistischen Intensivstation des Klinikums Saarbr�cken wurde er einige Tage mit einer Kreislaufunterst�tzungspumpe versorgt. So behandelt, bestand berechtigte Hoffnung, dass sich die Herzfunktion im Laufe der Zeit wieder verbessert. Deshalb verzichteten Prof. Dr. G�rge und Ober�rztin Dr. B�hl auf das Einsetzen  eines Defibrillators und entlie�en den Patienten stattdessen mit einer sog. Defibrillatorweste.

Die Weste, ausgestattet mit Elektroden, �bertr�gt die EKG-Werte zur Herzrhythmus�berwachung an ein Monitorger�t. Registriert die Weste ein lebensbedrohliches Kammerflimmern, so l�st sie nach akustischer Warnung Stromst��e aus, um das Herz wieder in Takt zu bringen. So versorgt, konnte sich Michael Marx immer sicher f�hlen. Schon nach wenigen Wochen war die Herzleistung wieder fast ganz normal. Nach der letzten Kontrolluntersuchung waren �rzte und Patient zufrieden. Michael Marx kann k�nftig auf die Defi-Weste verzichten, braucht keinen Defibrillator und ist auch im Alltag wieder voll leistungsf�hig. 

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